GROSZ - Gesundheitsreform: Regierung riskiert Todesopfer bei Ärztestreik

"Ohnedies überfüllte Spitalsambulanzen können durch streikbedingte Mehrbelastung die Notversorgung nicht sicherstellen"

Wien (OTS) - "Diese Bundesregierung und insbesondere
Sozialminister Buchinger und Gesundheitsministerin Kdolsky riskieren mit ihrer Verhandlungsverweigerung gegenüber den Ärztevertretern möglicherweise Todesopfer", warnt BZÖ-Generalsekretär Gerald Grosz die Bundesregierung.
"Es ist bereits jetzt schon so, dass die Spitalsambulanzen jeden Tag überfüllt sind, die Klinken seit Jahren darüber klagen und von einer Gefahr für die Patienten warnen. Wenn jetzt am kommenden Montag, durch die Schließung der österreichischen Ärzteordinationen ein weiterer Ansturm auf die Ambulanzen zu befürchten ist, kann mir weder Kdolsky noch Buchinger garantieren, dass es hier nicht zu einem Chaos kommt. Leidtragende könnten die Notfallpatienten sein, deren Gesundheit und Menschenleben in unverantwortlicher Art und Weise durch diesen - durch SPÖ und ÖVP - provozierten Streik gefährdet wird", warnt Grosz.

"Die Regierung ist daher in der Sekunde noch gefordert ihren Standpunkt zu überdenken und die Tage bis zum Montag zu nutzen, um auf die österreichische Ärzteschaft zuzugehen. Bei diesem Streik handelt es sich um keine Verkehrsblockade, keinen Eisenbahner oder Postprotest, sondern schlichtweg um die nicht mehr vorhandene Absicherung der flächendeckenden Gesundheitsleistung für unsere Mitmenschen. Diese Gesundheitsreform ist Pfusch, verursacht Chaos und verdient nicht einmal in einer sachlichen Betrachtung das Wort "Reform". Das die Regierung dennoch auf diesem unsozialen Maßnahmenpaket beharrt, Ärztestreiks und damit einhergehend eine Gefahr für Leib und Leben unserer Patientinnen und Patienten riskiert, grenzt an Amtsmissbrauch", so Grosz abschließend.

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