Caritas-Helfer aus Burma zurück: "Mehr als die Hälfte noch immer ohne Hilfe"

Trinkwasserversorgung und Wiederaufbau sind größte aktuelle Herausforderungen

Wien (OTS) - "Mehr als die Hälfte der Opfer des Wirbelsturm Nargis in Myanmar/Burma Anfang Mai sind nach wie vor auf sich allein gestellt", schlägt der soeben vom Katastrophengebiet zurückgekehrte, österreichische Caritas-Helfer (Name aus Sicherheitsgründen nicht genannt) Alarm. Über lokale, burmesische Partnerorganisationen hat es die Caritas geschafft, dass Hilfe trotz enorm schwieriger Bedingungen möglich ist und die Menschen erreicht. Insgesamt versorgen die Caritas und ihre lokalen Partner rund 200.000 Personen mit Essen, Wasser, Kleidung, Hygieneartikeln. Nun beginnt auch der Wiederaufbau.

"Weil Teiche und Flüsse, aber auch Wassersammelstellen nach wie vor durch tote Tiere und menschliche Leichen verseucht werden, steht die Wasserversorgung weiterhin an erster Stelle unserer Hilfe" erklärt der Caritas-Helfer, der trotz der abwehrenden Haltung der Militärs gegenüber ausländischen Hilfskräften ins Land einreisen konnte. Konkret stellen die Caritas-Partner, auch mit Spendengeldern aus Österreich, den Dorfgemeinschaften jeweils ein Set aus einem großen Wassersammelbecken aus einer dicken Kunststoffhaut sowie mehrere Eimer zur Verfügung. "Die Plane wird beispielsweise an Bäumen befestigt, das Regenwasser wird darin aufgefangen und fließt über eine Vertiefung in der Mitte in einen darunterstehenden Kübel, erklärt der Katastrophenexperte das einfache Prinzip. Bereits ein solches Trinkwasserset um rund 30 Dollar kann eine ganze Dorfgemeinschaft versorgen und so die Kinder vor lebensgefährlichem Durchfall oder sogar Seuchen bewahren.

Auch am Wiederaufbau arbeiten die HelferInnen in Myanmar gemeinsam mit den Betroffenen auf Hochtouren. Fast alle Überlebenden sind mittlerweile in ihre Dörfer zurückgekehrt. Nur wenige konnten aus den zerstörten Bambushütten zumindest ein paar Bambusrohre für den Wiederaufbau retten.

Geflochtene Palmblätter, das traditionelle Baumaterial für das Dach, sei kaum verfügbar, erzählt der Caritas-Mitarbeiter. Das ist der Grund, warum die Caritas nun Hilfspakete mit einer Plastikplane (fürs Dach), Stangen, Nägeln finanziert.

Auch mit der Instandsetzung bzw. dem Bau von Kindergärten und Schulen haben die Caritas-Partner bereits begonnen. "Die Gebäude bekommen auf dem Dach einen Versammlungsort, wo sich die gesamte Dorfgemeinschaft in Fall einer Überschwemmung hinflüchten kann", erklärt der Caritas-Experte. Denn: "So eine schreckliche Katastrophe darf nie wieder passieren!"

Der soeben aus dem burmesischen Katastrophengebiet zurückgekehrte Caritas-Mitarbeiter steht für Interviews zur Verfügung.

Caritas-Spendenkonto: PSK 7.700 004, BLZ 60.000, Kennwort:
Burma/Myanmar

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und Interviewvermittlung:
Mag. Silke Ruprechtsberger
Caritas Österreich - Kommunikation
tel: 01/488 31 - 417 bzw. 0664/82 66 909

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