AK Test: Unterwegs "Glotzen" - Handy-TV ist nicht gleich Handy-TV

Wien (OTS) - Qualität, Kosten und Programmanzahl sind beim Handy-Fernsehen sehr unterschiedlich. Das zeigt ein AK Test bei A1, T-Mobile, One und Drei, die Handy-TV über Mobilfunk (UMTS), teilweise auch über Antennen-Rundfunk (DVB-H) anbieten. DVB-H kann derzeit nur in vier Landeshauptstädten und auch nur mit einem Handymodell empfangen werden. UMTS-Streaming kann im ganzen UMTS-Sendegebiet genutzt werden, es gibt zahlreiche Handymodelle. Aber je mehr TV schauen, desto schlechter die Qualität der Verbindung. Das Monatsabo kostet null bis neun Euro. Achtung: Abos gehen oft 24 Monate lang!

Die AK hat im Mai die Preise und Leistungen der Handyanbieter für Handy TV geprüft. Derzeit bieten vier Betreiber Handy TV an: A1 Mobilkom, T-Mobile, One und Drei. Handy TV kann über UMTS-Streaming und über DVB-H empfangen werden. TV über UMTS-Streaming wird von allen vier Betreibern angeboten (bei One auslaufend) und ist mit vielen Handytypen nutzbar. Zum Starten der Verbindung muss sich der Konsument in das jeweilige Portal des Netzbetreibers einloggen und das TV-Programm auswählen. Bei DVB-H kann direkt übers Menü das TV-Programm ausgewählt werden. DVB-H geht momentan nur mit dem Handy Nokia N 77 bei Drei und One. Bei A1 ist ein Produkt in Vorbereitung.

Kein Vorteil ohne Nachteil: Je mehr Handynutzer innerhalb eines Gebietes UMTS nutzen, desto schlechter werden Qualität und Geschwindigkeit der Verbindung. Außerdem verrechnen T-Mobile und One Kosten für den Datentransfer zum Aufbau der Startseite des Handy-Portals. Für den Datentransfer fallen danach keine zusätzlichen Kosten an. Vorteil: es geht im gesamten UMTS-Empfangsbereich der Betreiber und bei vielen Handys.

Die momentanen Nachteile von DVB-H: nur sehr eingeschränktes Empfangsgebiet - Wien, Innsbruck, Salzburg, Klagenfurt - und derzeit nur ein Handy bei zwei Anbietern. Von Vorteil ist die gleich bleibende Empfangsqualität unabhängig von der Anzahl der Nutzer.

Was kostet Handy-TV? A1 (UMTS-Empfang) verrechnet für ein Tagesticket drei Euro, für ein Monatsabo fünf Euro monatlich. Das TV-Abo kann nur am Ende der Rechnungsperiode gekündigt werden, wenn es keine aufrechte Mindestvertragsdauer gibt. T-Mobile verlangt fürs UMTS-TV-Angebot 2,90 Euro (Tagesticket), für das Monatsabo 4,90 Euro - kann jederzeit abbestellt werden. Nur bei T-Mobile: ein Handy mit DVB-T-Empfang (Nutzung kostenlos wie beim Antennen-TV daheim). Bei One ist UMTS-Streaming kostenlos, wird aber bald eingestellt. DVB-H kann in Kombination mit der großen Plaudertasche und dem Handy-TV-Paket für Neukunden um neun Euro pro Monat bestellt werden (bis Jahresende kostenlos, danach neun Euro im Monat). Das TV-Abo von One gibt es - abhängig von gewährten Preisvorteilen - mit und ohne 24-monatiger Bindung. Bei Drei ist das UMTS-Streaming-Angebot für alle Kunden kostenlos. Die Nutzung von DVB-H ist mit dem Tarif Show Time XL bei Anmeldung bis 31. Juli 2008 kostenlos. Für alle anderen Kunden ist das Zusatzpaket bis Jahresende kostenfrei. Nach der Aktion werden sechs Euro im Monat verrechnet. Das Zusatzpaket hat eine Mindestvertragsdauer von 24 Monaten. Die Betreiber bieten fünf bis 25 Programme, etwa von ORF1, ORF2 über Sat 1 bis hin zu MTV.

SERVICE: Die Erhebung finden Sie im Internet unter www.arbeiterkammer.at

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