Open Source - SP-Lindenmayr: "Zweite Studie soll künftigen Einsatz von WIENUX und Open-Source Anwendungen im Wiener Magistrat klären"

Wien (SPW-K) - "Die Stadt Wien wird den erfolgreichen Open-Source Weg bei Computersoftware beibehalten. Es wird auch in Zukunft zahlreiche Einsatzgebiete für das auf Linux basierende WIENUX und Open-Office Anwendungen geben", stellt der SP-Gemeinderat Siegi Lindenmayr zur aktuellen Diskussion klar. "Grundlage ist aber der reale Bedarf bei den Benutzern". Der ersten Studie "Open-Source-Software am Arbeitsplatz im Magistrat Wien" aus dem Jahr 2005 folgt eine zweite, die voraussichtlich bis zum Sommer fertig gestellt werden soll. Sie wird Basis für weitere Entscheidungen für den Einsatz von Open Source Software im Magistrat sein. "Von einer Entscheidung, ausschließlich auf Microsoft-Produkte umzusteigen, kann keine Rede sein!"

Die Stadt Wien setzt seit fast 20 Jahren sehr erfolgreich Open-Source-Systeme und -Produkte ein: E-Mail, File- und Druckerserver für PCs, Internet-, Intranet- und Sicherheitsinfrastruktur und viele E-Government-Anwendungen basieren auf den verschiedensten OSS-Produkten. Insgesamt werden derzeit etwa 400 Server unter OSS-Betriebssystemen betrieben.

Im pädagogischen Bereich, konkret beim "Wiener Bildungsnetz", wird schon seit vielen Jahren einen Linux-Server eingesetzt. Dieser bietet zahlreiche Open Source E-Learning Plattformen an. "Die Entscheidung, ob im Kindergarten und in der Schule Microsoft oder Open Source-Produkte beziehungsweise Linux eingesetzt wird ist keine ideologische Frage, sondern ausschließlich eine Frage der Pädagogik. Wir in Wien haben uns dazu entschlossen, dass wir den Kindern, den Lehrerinnen und Lehrern in den Schulen und in den Kindergärten die Möglichkeit bieten, beides kennenzulernen.", sagt Lindenmayr. Gefördert wird von der Stadt auch eine selbst-bootende Linux-CD namens JUXlala, und das bereits in der dritten Auflage.

In den Wiener Kindergärten wurden etwa 720 WIENUX-PCs eingesetzt, die derzeit wieder mit Microsoft-Software ausgestattet werden. Notwendig sei diese Maßnahme geworden, da auf den Geräten unter hohem Zeitdruck eine 'Sprachförderlösung' eingesetzt werden musste, die derzeit nur unter Windows lauffähig ist. "Der Einsatz von Software ist keine ideologische, sondern richtet sich danach, welche Software wann die am besten geeignete für Kunden und Beschäftigte der Stadt ist", erklärt Siegi Lindenmayr.
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