Neues Volksblatt: "Moral" (von Werner Rohrhofer)

Ausgabe vom 11. Juni 2008

Linz (OTS) - In Zeiten wie diesen sei ein Vergleich mit dem
Fußball erlaubt: Die Moral einer Mannschaft erweist sich nicht bei Siegen sondern bei Niederlagen. Ganz gleich, ob das die Hickersberger-Buam sind oder die Mannen und Frauen um Alfred Gusenbauer. Niederlagen, mögen sie auch noch so bitter sein, gehören zum Fußballerleben genau so wie zum politischen Leben. Man muss sie analysieren, Fehler und Schwächen aufspüren und die Dinge für die Zukunft zu verbessern trachten. So machen's Profis, sei es im Sport oder in der Politik.
Um bei dem Vergleich zu bleiben: Hoffentlich beweisen die österreichischen Kicker im bevorstehenden Spiel gegen Polen mehr Moral und mehr Teamgeist als die SPÖ nach ihrem Debakel in Tirol. Denn statt sachlicher Analyse der Niederlage dominiert in der SPÖ das Hacklschmeißen und haben sich die Heckenschützen erneut gegen Parteichef Gusenbauer in Stellung gebracht. Nicht dass der überforderte Bundeskanzler hier in Schutz genommen werden soll, aber die Spieler in einem Team müssen wissen, was es bedeutet und welche Folgen es haben kann, wenn man die eigene "Sturmspitze" permanent ins Abseits laufen lässt.

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