Bundesarbeitskammer (3): Jetzt Jugendbeschäftigungspaket rasch und konsequent umsetzen

Hauptversammlung zu Bildung, Ausbildung: Jugendbeschäftigung garantieren, Kombination Lehre und Matura ermöglichen, Sprachförderung verbessern

Schruns (OTS) - Das zwischen Sozialpartnern und Bundesregierung vereinbarte und soeben im Nationalrat beschlossene Jugendbeschäftigungspaket müsse konsequent umgesetzt werden, fordert die Hauptversammlung der Bundesarbeitskammer in einem Antrag. Im Budget müsse sichergestellt werden, dass bis 2010 tatsächlich 1,2 Milliarden Euro zur Finanzierung von bis zu 17.000 Lehrplätzen in überbetrieblichen Ausbildungseinrichtungen und zur Förderung betrieblicher Lehrstellen zur Verfügung stehen. Bei dieser neuen Förderung der Lehrausbildung im Betrieb müsste sich der zuständige Ausschuss konsequent an der Ausbildungsqualität und den Zukunftschancen der Jugendlichen orientieren, insbesondere auf die Chancen der Mädchen achten. In weiteren Anträgen fordert die Hauptversammlung rasch konsequente Umsetzungsmodelle der Länder für die Kombination von Lehre und Berufsreifeprüfung und neue Initiativen für Chancengleicheit von Kindern mit Zuwanderungshintergrund in der Schule.

Im Jugendbeschäftigungspaket sagte die Bundesregierung bis zu 17.000 Ausbildungsplätze vor allem für Zukunftsberufe in überbetrieblichen Einrichtungen zu. Das Arbeitsmarktservice müsse bei der Ausschreibung von Aufträgen für solche Ausbildungseinrich-tungen dafür sorgen, dass die Ausbildung wirklich durchgehend bis zum Lehrabschluss und mit hoher Ausbildungsqualität gewährleistet ist, fordert die Hauptversammlung. Gleichzeitig müssten im Budget die dafür und für die neue Förderung der Lehrausbildung im Betrieb nötigen 1,2 Milliarden Euro für die Jahre 2008 bis 2010 bereitgestellt werden. Wichtig ist der Hauptversammlung auch, dass bei der neuen Förderung von Lehrbetrieben in den zuständigen Förderausschüssen darauf geachtet wird, dass Zusatzförderungen wirklich für Ausbildungsqualität insbesondere in Berufen mit Zukunftschancen vergeben werden. Ziel müsse gerade die Förderung des gleichen Zugangs von jungen Mädchen und Frauen zu den verschiedenen Lehrberufen sein.

Für Lehrlinge soll es jetzt überdies leichter werden, sich während der Ausbildung auf die Berufsreifeprüfung vorzubereiten, also bereits vor Lehrabschluss drei der vier Teilprü-fungen für die Berufsreife zu machen. Jetzt will die Unterrichtsministerin den Ländern Mittel zur Verfügung stellen, damit entsprechende Lehrgänge flächendeckend angeboten werden können. Die Hauptversammlung der Bundesarbeitskammer fordert die Länder auf, hier entsprechend initiativ zu werden und dabei mit den berufsbildenden Schulen, insbesondere den Berufsschulen, und Trägern der Erwachsenenbildung zusammenzuarbeiten, die bereits gute Erfahrungen mit der Berufsreifeprüfung haben.

Damit alle Kinder in der Schule gleiche Chancen haben, will die Hauptversammlung der Bundesarbeitskammer ein verpflichtendes, gebührenfreies Vorschuljahr, in dem alle Kinder nach ihren Bedürfnissen, sei dies zB bei der Sprache oder beim sozialen Umgang, umfassend gefördert und auf die Schule vorbereitet werden. Außerdem tritt sie für Sprachförderung ein - und zwar sowohl in Deutsch als auch in der Muttersprache der Kinder mit Zuwanderungshintergrund.

(Forts.)

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