Schatz: "EU- Arbeitszeitrichtlinie ist ein Rückschlag für ein Soziales Europa"

Grüne fordern vernünftige und gerechte Umverteilung von Arbeit

Wien (OTS) - "Den EU-Arbeitszeitkompromiss als einen ‚Schritt zu einem sozialen Europa’ zu bezeichnen ist schlichtweg zynisch", meint die ArbeitnehmerInnensprecherin der Grünen Birgit Schatz, zu den Aussagen von Minister Bartenstein. "Genau das Gegenteil ist nämlich der Fall: Die Einigung der EU-Arbeitsminister zur Arbeitszeit und Leiharbeit bedeutet einen Schritt zurück für die hart errungenen Arbeits- und Sozialstandards in Europa", erläutert Schatz und weiter:
"Wettbewerb auszutragen auf Kosten der Arbeitszeit und Lebensqualität von ArbeitnehmerInnen ist weder wirtschaftlich, noch sozial oder gesundheitlich nachhaltig.
Viel wichtiger wäre eine vernünftige und gerechte Umverteilung von Arbeit zwischen jenen, die zuviel davon haben und jenen, die zuwenig davon haben", fordert Schatz.

Überlässt man den Regierungen die Gestaltung der Zukunft eines sozialen Europas, so zeigen die jüngsten Einigungen, dann sind die Aussichten dafür eher düster, so Birgit Schatz, die eine Koordination jener politischen AkteurInnen, wie etwa Grüne, europaweite NGO-Netzwerke und Gewerkschaften fordert, denen der Erhalt und der Ausbau der Arbeits- und Sozialrechte ein wirkliches Anliegen ist. "Ihr Gewicht in der Europapolitik muss dringend verstärkt werden, um statt Rückschritten endlich auch Fortschritte zu erzielen", fordert Schatz.

"Dass Österreich von den neuen Möglichkeiten der EU-Arbeitszeitrichtlinie keinen Gebrauch machen wird, so wie Minister Bartenstein erklärt hat, ist mit Vorsicht zu genießen: Wenn die Büchse der Pandora einmal geöffnet ist, dann ist sie wieder schwer zu schließen", meint Schatz.

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