Kickl: EU: Arbeitszeiten dürfen nicht zum Spielball werden

Absinken der sozialen Standards für Arbeitnehmer in der gesamten EU ist durch neue Regelungen zu befürchten

Wien (OTS) - "Die zunehmende Flexibilisierung bei den
Arbeitszeiten darf keinesfalls einseitig auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung gehen", bekräftigte heute FPÖ-Arbeitnehmersprecher NAbg. Herbert Kickl die freiheitliche Position. Der nun beschlossene Kompromiss zu den EU-Arbeitszeitregeln durch die europäischen Arbeitsminister sei aber eindeutig ein Signal in die falsche Richtung. Langfristig werde dies zu einem Absinken der sozialen Standards für Arbeitnehmer in ganz Europa führen, wenn nicht entsprechend gegengesteuert werde, befürchtete Kickl.

Die dadurch ermöglichte Erhöhung der Wochenarbeitszeit von derzeit 48 auf bis zu 65 Wochenstunden untergrabe die ohnehin schon schwache Position der Arbeitnehmer gegenüber den Unternehmen noch weiter. Schon die Novelle zum Arbeitszeitgesetz in Österreich im vergangen Jahr sei zu Lasten der Arbeitnehmer gegangen. "Die Verantwortlichen dürfen nicht vergessen, dass die Menschen zum überwiegenden Teil Interesse an einer geregelten und überschaubaren Arbeitszeit haben. Es kann daher nicht das Ziel sein, den Bürger in Zukunft ausschließlich auf seine Arbeitsleistung reduzieren zu wollen. Genau dorthin ist die EU-Arbeitsmarktpolitik mit ihrem österreichischen Fürsprecher Bartenstein aber unterwegs", schloss Kickl.

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