Kranzl: Sehr erfreuliche Entwicklung bei Solarthermie, Photovoltaik und Wärmepumpen

Ergebnisse der Markterhebung 2007 zeigen deutliche Zuwächse für erneuerbare Energieformen

Wien (SK) - "Der Bericht zeigt eine sehr erfreuliche Entwicklung
in allen drei Bereichen", betonte Staatssekretärin Christa Kranzl am Dienstag im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Vertretern des Bundesverbands Wärmepumpen zu den Ergebnissen der Markterhebung für Solarthermie, Photovoltaik und Wärmepumpen für das Jahr 2007. Es gab deutliche Zuwachszahlen, wie Kranzl ausführte. Die Wärmepumpen haben, so Kranzl, aber auch noch ein großes Potenzial. "Hier ist noch einiges zu erzielen", erklärte die Staatssekretärin, die vor allem auf mögliche Kühlfunktionen von Wärmepumpen verwies. ****

Die Solarthermie habe um fünf Prozent der Produktion im Inland im vergangenen Jahr zugelegt. "Sehr erfreulich sind auch die wirtschaftlichen Folgen dieser Entwicklung: In diesem Bereich sind in Österreich 6.500 Menschen beschäftigt." Photovoltaik habe seit 2006 um 20 Prozent zugelegt. "Der Wermutstropfen ist hier die hohe Exportquote von 95 Prozent. Hier müssen wir wesentliche Anstrengungen unternehmen", so die Staatssekretärin. Auch in diesem Sektor sind 1.600 Menschen beschäftigt.

Im Jahr 2007 wurden 15.241 Wärmepumpen-Anlagen verkauft. Um 14,9 Prozent mehr als im Jahr davor. Besonders stark gewachsen ist der Bereich der Heizungswärmepumpen. "Insgesamt sind in Österreich mittlerweile 148.422 Wärmepumpen in Betrieb. Das hätte ich ehrlich gesagt in dieser Höhe nicht erwartet." Insgesamt wird damit Energie im Ausmaß von 250.000 Tonnen Erdöl produziert. "Das sind fast 100.000 Einfamilienhäuser, die damit geheizt werden können", so Kranzl. Angesichts der Tatsache, dass damit auch eine Netto-CO2-Einsparung (nach Abzug der Energie, die für den Betrieb der Wärmepumpen notwendig ist) von 446.904 Tonnen erzielt wird, sollte diese Form der erneuerbaren Energie noch stärker in die Strategie eingebunden werden, so Kranzl.

"Forschung und Entwicklung sind aber auch in diesem Bereich der Motor zur Bewältigung zukünftiger Herausforderungen", betonte Kranzl. So sei im Bereich der Koppelung von Photovoltaik/Sonnenthermie und Wärmepumpen noch einiges möglich und auch im Bereich der Gebäudekühlung gebe es großes Potenzial. Mit dem Programm "Haus der Zukunft" werden auch solche Fragen angegangen und entsprechende Forschungsprojekte gefördert, so Kranzl, die auch darauf verwies, dass die Verbindung von sinnvoller Energiegewinnung und Energieeffizienz ein wichtiges Thema seien. Gerade angesichts der gesteckten Ziele - sowohl in Europa, wo Österreich den Ausbau der erneuerbaren Energie auf 34 Prozent bis 2020 anstrebt, als auch national, wo sich die Regierung ein noch ambitionierteres Ziel gesetzt hat - sei es von großer Bedeutung, alle Möglichkeiten auszuschöpfen. "Es wird darum gehen, dass möglichst alle Maßnahmen ausgeschöpft werden", so Kranzl.

Markterhebung 2007 ist Erfolgsbericht

Karl Ochsner und Georg Patay vom Bundesverband Wärmepumpe betonten, dass es sich bei dem Bericht zur Markterhebung um einen Erfolgsbericht handelt. "Der Bericht ist ein Erfolgsbericht", so Ochsner, der auch das Potenzial von Wärmepumpen ausführte. "Die Wärmepumpe ist die einzige alternative Energieform, die auch kühlen kann." Und schließlich sei die durch Wärmepumpen erzeugte Energie Sonnenenergie, erläuterte Ochsner, deshalb sei es falsch, wenn erneuerbare Energien gegeneinander ausgespielt werden. Georg Patay führte die unterschiedlichen Gründe für den Erfolg von Wärmepumpen aus. Neben der Tatsache, dass es sich um eine erforschte Technologie handelt, seien dies die sehr niedrigen Betriebskosten von 500 bis 700 Euro jährlich bei einem Ein-Familien-Haus. "Mit dem steigenden Ölpreis steigt auch die Anzahl der Wärmepumpen", so Patay. Und auch der Wärmepumpenverband hat sich ein neues, ambitioniertes Ziel gesetzt: "Wir wollen, dass 2020 in Österreich zwischen 30.000 und 40.000 Wärmepumpen verkauft werden." (Schluss) js

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