Gusenbauer: "Nationale Anti-Doping-Agentur ist Herzstück im Kampf gegen Doping"

Bundeskanzler und Sportminister Gusenbauer stellt Geschäftsführung der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) vor.

Wien (OTS) - "Die österreichische Bundesregierung hat den Grundsatz: Null Toleranz gegen Doping", so eröffnete Bundeskanzler und Sportminister Alfred Gusenbauer die heutige Pressekonferenz im Bundeskanzleramt zur Vorstellung der neuen NADA-Geschäftsführung. Demnach wird Mag. Andreas Schwab als Geschäftsführer der Nationalen Anti-Doping Agentur ab 1. Juli 2008 seine Tätigkeit aufnehmen, die zunächst vor allem in der Organisation und Strukturierung der Agentur bestehen wird.

"Der Schaden von Doping für den Sport ist unermesslich. Dadurch kann das Leben von Menschen zerstört werden, es schreckt junge Menschen ab und zerstört auch das Vertrauen von Kindern und Eltern in den Sport", so Gusenbauer zur Bedeutung von Anti-Doping Maßnahmen. Das Sündenregister im österreichischen Sport sei "wahrlich kein Ruhmesblatt" und daher der klare Entschluss der österreichischen Bundesregierung zu einer "stringenten Anti-Doping Politik". Vom Sommer des Vorjahres bis zum Frühjahr 2008 sei in Expertengruppen an der Ausarbeitung eines neuen Anti-Doping Bundesgesetzes gearbeitet worden. Die Novelle soll noch im Juli im Parlament beschlossen werden und vor den Olympischen Sommerspielen 2008 in Kraft treten. "Mit dieser Novelle schaffen wir eine zentrale Anti-Doping Bundesgesetzgebung, die nach Frankreich und Italien zu den avanciertesten Gesetzgebungen weltweit gezählt werden kann", so der Bundeskanzler und Sportminister.

Das neue Gesetz werde eine Liste verbotener Wirkstoffe gemäß UNESCO-Übereinkommen enthalten, wobei es medizinische begründete Ausnahmegenehmigungen sowie Ausnahmen für die Special Olympics ermöglichen werde. "Wobei gerade bei den Wirkstoffen und Dopingmethoden immer eine Anpassung an neue Entwicklungen nötig sein wird", betonte der Bundeskanzler. Durch die Novelle werde auch außer Streit gestellt, dass es keinen Automatismus zwischen sportrechtlichen und strafrechtlichen Verurteilungen für Sportlerinnen und Sportler geben wird. Die vorgesehene Publikation der verhängten Sperren soll als Präventionsmaßnahme dienen.

"Die Einrichtung der Nationalen Anti-Doping-Agentur ist ein Herzstück dieser neuen Anti-Doping Politik in Österreich", so Gusenbauer. Mag. Andreas Schwab sei aus einem Auswahlverfahren mit insgesamt 38 Bewerbungen als Erstgereihter hervorgegangen. "Andreas Schwab bringt hervorragende Eigenschaften für diese Position mit. Er hat Erfahrungen im Sport, in Leitungsfunktionen in der Privatwirtschaft, als Geschäftsführer der Sporthilfe und hohe soziale und kommunikative Kompetenz. Als ehemaliger Spitzensportler hat er auch intensive Kontakte zum Sport", betonte der Kanzler. Dieses ausgezeichnete Profil habe die Auswahlkommission nach dem Hearingverfahren zu dieser einstimmigen Entscheidung für ihn bewogen. "Wir erwarten uns vom neuen Geschäftsführer, dass er nun die NADA aufbaut und nach außen hin vertritt." Das werde auch die Einrichtung von unabhängigen Kommissionen in Bereichen wie Ethik und Medizin sowie eine Auswahlkommission für Dopingkontrollen umfassen. Mag. Schwab nannte als zentrale Aufgaben der Agentur: "Aufklärung, Information und Prävention." Er sehe die NADA als eine Service-Einrichtung für den österreichischen Sport. "Wir wollen einen Bewusstseinswandel und faire Sportwettkämpfe erreichen. Für mich ist die NADA dann erfolgreich, wenn wir weniger Dopingfälle verzeichnen und das Verständnis über die Gefahren von Doping größer geworden ist", so der neue NADA-Geschäftsführer zu seinen Zielen. "Mit Einrichtung der NADA und der Bestellung ihres neuen Geschäftsführers haben wir einen wichtigen Schritt im Kampf gegen das Doping gesetzt", so Bundeskanzler Gusenbauer abschließend.

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