Dorner begrüßt Vermittlungsangebot des Patientenanwalts

"Ärzte und Patientenanwaltschaft sollten im Sinne der von ihnen vertretenen Patienten an einem Strang ziehen"

Wien (OTS) - Als "äußerst positives Signal" wertete Ärztekammerpräsident Walter Dorner das Angebot des Wiener Patientenanwalts Konrad Brustbauer. Dieser hatte in einer Aussendung unlängst bekräftigt, eine Vermittlerrolle annehmen zu wollen, wenn die Kontrahenten - Ministerien, Parlament, Ärzte oder Sozialpartner -dies wünschten. Er, Dorner, stehe jederzeit und gerne für Gespräche mit dem Wiener Patientenanwalt sowie den Beteiligten der Kassenreform zur Verfügung. ****

Der Ärztechef bekräftigte auch die gemeinsame Zielsetzung von Patientenanwaltschaft und Ärztekammer. Auch den Ärzten gehe es um patientenorientierte Lösungen. Gerade das Fehlen solcher Ansätze im Sinne der Patienten habe die Ärztekammer erst zu den öffentlichkeitswirksamen Maßnahmen bewogen, betont Dorner.

In diesem Sinne will Dorner die Ordinationsschließungen am 16. Juni 2008 auch nicht als "Kampfmaßnahmen", sondern vielmehr als "Sicherungsmaßnahmen" sehen: "In Österreich wird flächendeckend ein Bereitschaftsdienst als Äquivalent zu den geschlossenen Ordinationen eingerichtet. Notfälle werden sowieso durch Rettung und Spitäler in gewohnter Weise versorgt." Kein Patient müsse also Sorge haben, im Notfall nicht entsprechend versorgt zu werden. Man wolle aber ein Zeichen setzen, dass bei einem Durchpeitschen des Regierungsbeschlusses auch im Parlament Österreich Gefahr laufe, mittelfristig die exzellente ärztliche Versorgung zu verlieren.

Den Ärzten gehe es darum, kein "billiges" Gesundheitssystem in Österreich etabliert zu wissen, sondern ein "bestmögliches". Dies sei sicherlich auch im Interesse der Wiener Patientenanwaltschaft. Dorner hofft, dass dies auch die weiteren Beteiligten bei der Gesundheitsreform so sehen.

"Ich bin sehr froh, mich in dieser Angelegenheit einer Meinung mit der Patientenanwaltschaft zu sehen", sagt Dorner. Gemeinsam müsse es gelingen, eine Gesundheitsreform auf die Beine zu stellen, die nicht nach ausschließlich ökonomischen Kriterien orientiert sei, sondern den Patienten in den Mittelpunkt stelle. (hpp)

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