Bundesarbeitskammer: Tumpel sagt klares Nein zu Pensionsautomatik

Wien (OTS) - "Es kann nicht sein, dass künftig bei einem Niesen
der Wirtschaft automatisch die Pensionen verschlechtert werden", sagt AK Präsident Herbert Tumpel in seiner Rede vor der Hauptversammlung der Bundesarbeitskammer, die heute, Dienstag, in Schruns (Vorarlberg) tagt. Tumpel begrüßte ausdrücklich, dass beide große Fraktionen in der AK sich gemeinsam gegen diese "Pensionsautomatik" aussprechen, "wir müssen gemeinsam beide Regierungsparteien überzeugen, dass dieser Vorschlag nicht umgesetzt werden darf". Tumpel kritisiert, dass die ArbeitnehmerInnen schon wieder ohne wirtschaftliche Notwendigkeit mit dem Pensionsthema verunsichert werden und sich gleichzeitig die Politik für die Zukunft aus der Verwantwortung für die Sicherung der Pensionen entbinden würde.

Der Mechanismus würde ausschließlich zu Verschlechterungen führen, selbst wenn andere Maßnahmen möglich und geeignet wären. Es gibt umgekehrt Bedarf an etlichen Verbesserungen, sagt Tumpel: die Verlängerung der Hacklerregelung, eine langfristige Umsetzung des Prinzips "40/45 Jahre sind genug", Verbesserungen für die Schwerarbeiter. Käme die Pensionsautomatik, so liefe jede zukünftige Verbesserung aber darauf hinaus, dass sie aus dem Pensionssystem selbst - also von den PensionistInnen und ArbeitnehmerInnen selbst -bezahlt werden müssten.

Die steigende Lebenserwartung sei zwar Realität - aber genau das wurde ja bei den eklatanten Pensionskürzungen 2003 und 2004 als Grund genannt und mit eingerechnet. Es darf nicht sein, so Tumpel, dass die Arbeitnehmer aus dem selben Grund zweimal zahlen sollen. Für Pensionsverschlechterungen gibt es keinen sachlichen Grund. "Ohne Not, wie ein Phantom aus dem Nebel" sei dieser Vorschlag ausschließlich im Interesse der Privatversicherungen, die von einer Beschädigung unseres Pensionssystems einzig profitieren würden.

BAK-Vizepräsident gewählt
Zum neuen Vizepräsidenten der Bundesarbeitskammer wurde heute auf der Hauptversammlung der neue Tiroler AK Präsident Erwin Zangerl (50) gewählt. Er folgt damit Fritz Dinkhauser nach. Der Vorsitzende des Personalausschusses der Post AG war seit 1989 Kammerrat in der AK Tirol, ab 1991 Mitglied des Vorstands und ab 2000 Vizepräsident der AK Tirol. Am 16.5.2008 wurde Erwin Zangerl zum Präsidenten der AK Tirol gewählt.

Josef Utzig (57), Vizepräsident der AK Wien wurde heute von der Hauptversammlung der Bundesarbeitskammer in den Vorstand gewählt. Utzig ist gelerneter E-Installateur und seit 1971 bei Siemens Österreich beschäftigt. Seit 2006 ist Utzig Landesvorsitzender des Gewerkschaft Metall, Textil, Nahrung-Landesvorstandes Wien, er folgt dem ausgeschiedenen AK Wien Vizepräsident Werner Lahner.

(Forts)

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