Marek: Auf Frauen verzichten heißt Geld vernichten

Staatssekretärin Christine Marek präsentiert Call "Initiative Frauenförderung"

Wien (BMWA-OTS) - "Auf Frauen verzichten heißt Geld vernichten", sagte Wirtschafts- und Arbeitsstaatssekretärin Christine Marek heute bei der Präsentation des Call "Initiative Frauenförderung" im IBM Forum Wien. "Gerade in Zeiten zunehmenden Fachkräftemangels können es Unternehmen sich nicht mehr leisten, auf das Potential vieler gut ausgebildeter Frauen zu verzichten." Der Call "Initiative Frauenförderung" diene als Anreiz für Unternehmen, sich in diesem Bereich verstärkt einzusetzen, und er sei ein erster Schritt zur Verknüpfung von Frauen- und Wirtschaftsförderung.

In ihren Ausführungen wies Marek darauf hin, dass in vielen Bereichen der Arbeitswelt Frauen nach wie vor benachteiligt sind. Als Beispiele nannte sie Einkommensunterschiede, die Doppelbelastung durch Familie und Beruf und den Aufstieg in Führungspositionen. "Internationale Studien belegen aber, dass eine gleichmäßige Verteilung der Geschlechter in den Entscheidungsgremien von Unternehmen sich positiv auf den Unternehmenserfolg auswirkt und sich Frauenförderung auch für die Unternehmen bezahlt macht", so die Staatssekretärin. Diese positiven Effekte seien auch der Grund für die Einführung eines aktiven Diversity Management und von Frauenförderungsmaßnahmen in Betrieben.

Um Frauen aktiv zu fördern, bedürfe es einer Reihe von Maßnahmen. "Seit langem steht die Forderung der Koppelung von Frauenförderung an Wirtschaftsförderung im Raum. Mir ist immer wichtig gewesen, dass die vielen verschiedenen Förderinstrumente nicht mit zu vielen zusätzlichen Bedingungen überlastet werden und der ursprüngliche Förderzweck somit aus den Augen verloren geht", so Marek. Dennoch sei es richtig, Frauenförderung nicht allein dem Bereich der sozialen Verantwortung von Unternehmen zu überlassen, sondern dafür gezielt auch Instrumente der Wirtschaftsförderung zu benützen. "Der Call 'Initiative Frauenförderung' ist ein Pilotprojekt und ein erster Schritt zur Verknüpfung von Frauen- und Wirtschaftsförderung."

Abschließend bedankte sich Staatssekretärin Christine Marek bei Mag. Anna Maria Hochhauser, Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich, und Dr. Peter Takacs, Geschäftsführer der austria wirtschaftsservice, für die Zusammenarbeit und tatkräftige Unterstützung bei der Durchführung des Call. "Gemeinsam wollen und werden wir es schaffen, positive Beispiele im Bereich der Frauenförderung vor den Vorhang zu holen und den Unternehmen dadurch klar zu machen: Auf Frauen verzichten heißt Geld vernichten."

Call "Initiative Frauenförderung"

Der Call "Initiative Frauenförderung" richtet sich an alle Unternehmen mit über zehn Mitarbeiter/innen und Sitz in Österreich. Die Unternehmen sind aufgefordert, ihre Frauenförderpläne bzw. Maßnahmen und Projekte einzureichen, die der besseren Stellung der Frau im Unternehmen dienen. Eine sozialpartnerschaftlich besetzte Jury wählt aus den eingereichten Maßnahmen die besten zehn, die dann mit je 10.000 Euro prämiert werden.

Nähere Details und die Teilnahmebedingungen zum Call "Initiative Frauenförderung", der von 16. Juni 2008 bis 15. September 2008 läuft, erhalten Sie bei der Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft m.b.H, Ungargasse 37, 1030 Wien, im Internet unter www.frauenfoerderung.at bzw. frauenfoerderung@awsg.at oder der Telefonnummer 01/501 75 - 100

Hinweis: Fotos von der Präsentation stehen auf der Website des Bundesminsiteriums für Wirtschaft und Arbeit (www.bmwa.gv.at) in der Rubrik Presse - Pressefotos zur Verfügung.

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