Die Gesundheitsreform bring die medizinische Betreuung in Wien in höchste Bedrängnis!

Wien, 10.06.2008 (fpd) - Die von der Bundesregierung durchgepeitschte Gesundheitsreform werde gerade in Wien zu großen Problemen führen. Der niedergelassene Bereich werde durch die Pläne von BM Kdolsky & Co. weiter ausgedünnt und die medizinischen Leistungen noch mehr in die Ambulanzen der Spitäler verlagert. Rund 500 Kassenvertragsärzte werden abgebaut - dies führe über kurz oder lang zum Kollaps. Die schon jetzt heillos überlasteten Ambulanzen werden dadurch noch zusätzlich belastet, die Wartezeiten massiv erhöht, so heute LAbg GR David Lasar und die Gesundheitssprecherin der FPÖ, NAbg Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein im Zuge einer Pressekonferenz.

Es sei ein Faktum, daß durch diese "Husch-Pfusch" Reform rund 800.000 Patienten pro Jahr mehr in den Ambulanzen betreut werden müssen. Vor diesem Hintergrund müsse auch daran erinnert werden, daß der Personalmangel im Ärzte- und Pflegebereich schon seit Jahren offensichtlich sei. Alleine die Aussagen von Psychiater Max Friedrich in der gemeinderätlichen Untersuchungskommission habe diese jahrelange Kritik der FPÖ eindrucksvoll bestätigt.

Kdolskys Gesundheitsreform ist nichts anderes, als eine Verlagerungsaktion, wodurch das Kassendefizit durch Umschichtungen aufgehalten werden soll. Die Spitäler werden dadurch nicht nur Personell überbeansprucht - die finanziellen Mehrkosten werden auf Sicht die Länder zu tragen haben und diese sind daher auch die großen Verlierer der Kdolsky Reform. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, daß weder Bürgermeister Häupl noch Stadträtin Wehsely bislang zu diesem "Koalitions-Murks" Stellung bezogen haben, so Lasar.

Diese Gesundheitsreform legt in Österreich den Grundstein zur "Zwei-Klassen-Medizin". Künftig werden all jene, die es sich leisten können, Privatärzte aufsuchen - die überwältigende Mehrheit der Menschen wird sich jedoch in den völlig überfüllten und überlasteten Ambulanzen wieder finden, so Belakowitsch-Jenewein abschließend. (Schluß)

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