Initiative Denkmalschutz: Komet-Projekt nicht mit UNESCO abgestimmt

Weltkulturerbe Schloss Schönbrunn droht Beeinträchtigung

Wien (OTS) - Der Verein "Initiative Denkmalschutz" begrüßt die Absetzung des Komet-Projekts von der Tagesordnung des morgen stattfindenden Planungsausschusses, da wichtige Fragen in Bezug auf das UNESCO-Weltkulturerbegebiet Schloss und Park Schönbrunn bis heute nicht geklärt sind. Das Hochhausprojekt, das eine Beeinträchtigung des UNESCO-Weltkulturerbegebietes Schönbrunn erwarten lässt (Zitat Erläuterungsbericht zum Flächenwidmungsplan: "Wiedererkennungsfaktor auch aus größerer Distanz"), wurde in dieser Form nicht mit dem "Internationalen Rat für Denkmalpflege" (ICOMOS), dem Beratungsgremium der UNESCO in Weltkulturerbefragen, abgestimmt. Die Behauptung im Erläuterungsbericht auf Seite 8, dass das Projekt in der vorliegenden Form (bis zu 73 Meter Höhe) durch ICOMOS akzeptiert wurde, entspricht nämlich nicht den Tatsachen, wie die Recherchen des Vereins mittlerweile ergaben. "Initiative Denkmalschutz" erwartet daher eine Abstimmung des Projekts mit ICOMOS und in der Folge eine deutlich niedrigere Höhenwidmung.

Die Proponenten des Vereins haben bereits im Februar in ihrer Stellungnahme zum Flächenwidmungs- und Bebauungsplan darauf hingewiesen, dass die vorgesehene Gebäudehöhe (102 Meter über Wiener Null, das entspricht 73 Meter über Straßenniveau) eine Sichtbarkeit von Schloss und Park Schönbrunn erwarten lässt und es nicht bekannt sei, ob das Projekt in der vorliegenden Form durch ICOMOS akzeptiert wurde.

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