Klimaschutz muss zum Staatsziel werden!

GLOBAL 2000 wirbt bei OÖ-Landesregierung für Unterstützung auf Bundesebene.

Wien (OTS) - Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 übergibt heute dem OÖ-Umweltlandesrat Rudolf Anschober eine Petition für ein starkes Klimaschutzgesetz im Verfassungsrang. GLOBAL 2000 wendet sich an Oberösterreich mit dem Appell, solch ein Gesetz auf Bundesebene zu unterstützen. GLOBAL 2000 Kimasprecherin Silva Herrmann ist überzeugt: "Klimaschutz muss in Österreich zum Staatsziel werden!" Bundeskanzler Gusenbauer und Bundesminister Pröll haben auf dem Klimaschutzgipfel im April 2008 ein Klimaschutzgesetz für Österreich angekündigt. "Wie wirksam dieses Gesetz für den Klimaschutz sein wird, hängt nun von seiner konkreten Ausgestaltung ab. Ziel muss eine kontinuierliche Reduktion der Treibhausgas-Emissionen durch Energie-Effizienz und Ausbau Erneuerbarer Energie in Österreich sein", erläutert Herrmann.

Die Umweltschutzorganisation hat im Herbst 2007 einen Vorschlag für ein Gesetz im Bundesverfassungsrang ausarbeiten lassen. Ein starkes Klimaschutzgesetz auf Bundesebene wird den Klimaschutzbemühungen der Länder und Gemeinden Rückenwind geben. "Bund und Länder müssen im Klimaschutz an einem Strang ziehen und ihre Klimaschutz-Maßnahmen aufeinander abstimmen", so Silva Herrmann. Bisher hat Oberösterreich im Ländervergleich mit Abstand den höchsten CO2-Ausstoß. Das sowohl in absoluten Zahlen als auch pro EinwohnerIn gerechnet. Während Herr und Frau DurchschnittsösterreicherIn 11,4 Tonnen Treibhausgase pro Jahr verursachen, sind das in Oberösterreich laut 8. Umweltkontrollbericht des Umweltbundesamtes 17,15 Tonnen. Am größten ist der Zuwachs im Verkehrsbereich. Die CO2-Emissionen sind dort seit 1990 um über 90 Prozent angestiegen. Im Vergleich dazu stiegen die CO2-Emissionen der Industrie um 14 Prozent, der Anteil der Energieversorger um 17,8 Prozent.

"Klimaschutz ist eine globale Herausforderung, die aber nur durch konkrete, oft auch regionale Maßnahmen bewältigt werden kann. Denn der momentan zu beobachtende Anstieg der Treibhausgas-Konzentration geht auf die Summe von vielen kleinen und großen Verursachern aus Industrie, Straßenverkehr, privaten Heizungen, Kraftwerken, u.v.m. zurück. Daher kann auch eine Lösung des Problems nur durch viele koordinierte Einzelmaßnahmen in all diesen Bereichen geschaffen werden", erklärt Herrmann. Mit einem starken Klimaschutzgesetz kann dafür der richtige und wirksame Rahmen geschaffen werden. Die Auswirkungen des Klimawandels treffen auch Oberösterreich sehr deutlich. Laut einer GLOBAL 2000 Studie ist bis 2020 mit bis zu dreimal so vielen Hitzetagen wie heute zu rechnen. Der Jahrhundertsommer 2003 könnte bis Ende des 21. Jahrhunderts zum Normalfall werden. Hitze und Trockenheit belasten Land- und Forstwirtschaft und geschwächte Baumbestände sind anfälliger für Windbruch und Schädlingsbefall.

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GLOBAL 2000 Klimasprecherin: DI Silva Herrmann, Tel.: 0699/14 2000 17
GLOBAL 2000 Presse: Mag. Ruth Schöffl, Tel.: 0699/14 2000 19 und Mag. Lydia Matzka-Saboi, Tel.: 0699/14 2000 26, E-Mail: pressse@global2000.at

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