Kriminalität: Weiterer Rückgang der Anzeigen

Monatliche Kriminalstatistik für den Zeitraum Jänner bis Mai 2008

Wien (OTS) - Die jüngste Anzeigenstatistik zeigt es: Die Kriminalität ist in den Monaten Jänner bis Mai 2008 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,9 Prozent österreichweit zurückgegangen. Wurden im vorigen Jahr noch 248.640 Straftaten zur Anzeige gebracht, so waren es heuer 231.556.

Die Aufklärungsquote von 38,3 Prozent konnte im Vergleich zum Vorjahr (38,5 %) praktisch ident gehalten werden.

Besonders erfreulich ist, dass dieser Trend in allen Bundesländern und in fast allen Landeshauptstädten zu verzeichnen ist.

Angezeigte Fälle Jän-Mai 2007 Jän-Mai 2008 Veränderung in % BURGENLAND 3.892 3.239 -16,8 Eisenstadt 437 331 -24,3 KÄRNTEN 12.466 11.175 -10,4 Klagenfurt 3.963 3.643 -8,1 NIEDERÖSTERREICH 35.447 31.728 -10,5 St. Pölten 1.711 1.719 0,5 OBERÖSTERREICH 32.674 30.347 -7,1 Linz 8.850 8.350 -5,6 SALZBURG 16.544 14.788 -10,6 Salzburg-Stadt 6.891 5.685 -17,5 STEIERMARK 25.868 23.432 -9,4 Graz 9.868 8.867 -10,1 TIROL 22.783 21.438 -5,9 Innsbruck 6.054 5.360 -11,5 VORARLBERG 8.877 8.367 -5,7 BH Bregenz 3.017 2.970 -1,6 WIEN 90.089 87.042 -3,4

Sehr positiv ist, dass bei den strafbaren Handlungen gegen fremdes Vermögen ein überdurchschnittlicher Rückgang zu verzeichnen ist. Fanden im Vergleichszeitraum des Vorjahres noch 176.500 derartiger Anzeigen in der Kriminalstatistik ihren Niederschlag, so waren es heuer 163.498, also ein Minus von 7,4 Prozent.

Zurückzuführen ist der Rückgang der Kriminalität gegenüber dem Jahresbeginn auf die sofortigen und gezielten Analysen der Polizei und die unmittelbaren und punktgenauen Umsetzungen von gezielten Maßnahmen.

Taktik bei EURO 2008: Gemeinsam auf Sicherheit spielen

"Die Europameisterschaft 2008 ist eine große Herausforderung für unser Land", so Innenminister Günther Platter, der weiter ausführt:
"Damit dieses Fußballfest vor allem ein sicheres wird, hat das Bundeskriminalamt Tipps und Hinweise für Besucher und Bevölkerung. Präventiv wirken bedeutet weniger Kriminalität, Prävention steht daher für die österreichische Polizei an oberster Stelle."

Im Rahmen der Fußball-EM werden an stark frequentierten Plätzen bzw. in den Stadien der Austragungsstädte Spots mit Tipps und Hinweisen abgespielt. Ebenso werden Österreichweit begleitende Präventionsmaßnahmen wie Folder und Plakate verteilt. Ziel ist es, den EURO2008-Besuchern wichtige Informationen zu den Themenbereichen Kfz-Sicherheit, Vandalismus, Diebstahl/Taschendiebstahl, illegalen Umgang mit Pyrotechnik und Gewalt zu geben.

Taschendiebe

Ein reiches Betätigungsfeld finden Taschendiebe im dichten Gedränge bei Großveranstaltungen, zu Stoßzeiten in Straßenbahnen, der U-Bahn oder der S-Bahn, auf Bahnhöfen oder Rolltreppen. An diesen Orten sind die Besucher oder Fahrgäste auf andere Dinge konzentriert und achten weniger auf ihre mitgeführten Gegenstände oder Geldbörsen.

Tipps:

  • Niemals viel Bargeld bei sich tragen
  • Wertsachen auf mehrere Taschen verteilen
  • Die Geldbörse in vorderen Hosen- oder Innentaschen aufbewahren
  • Handtasche und Fotoapparat an der Körpervorderseite tragen
  • Im Gedränge besondere Vorsicht walten lassen
  • Vorsicht bei Handtaschen mit Magnetverschlüssen
  • Vorsicht, wenn sich jemand dicht an Sie drängt

KFZ-Einbruch - Das Fahrzeug ist kein Tresor!

Viele Autobesitzer machen es den Tätern leicht und lassen Wertgegenstände sichtbar im Auto liegen. Autoeinbrecher gehen den Weg des geringsten Widerstands und arbeiten selten auf "gut Glück". Sie beobachten die Umgebung und sehen nach, ob Gegenstände sichtbar im Wagen zurückgelassen wurden. Täter, die es nur auf den Inhalt des Fahrzeugs abgesehen haben, knacken in Sekundenbruchteilen das Türschloss oder schlagen kurzerhand eine Seitenscheibe ein. Sehr begehrte Beutestücke sind vor allem Autoradios, Laptops, Handys, Handtaschen, Aktenkoffer, Geldbörsen und CDs.
Versicherungen ersetzen bei Vorhandensein einer entsprechenden Versicherung (Kasko) zwar den Sachschaden am Wagen, in der Regel aber nicht das, was aus dem Fahrzeug gestohlen wurde.

Tipps:

  • Keine Wertgegenstände (Handy, Laptop, Geldbörse usw.) im Fahrzeug liegen lassen.
  • Wagenschlüssel immer abziehen und das Fahrzeug versperren; selbst wenn man es nur für kurze Zeit (z. B., um die Tankrechnung zu bezahlen) verlässt.
  • Fehlen des Tankdeckels ernst nehmen.
  • Sperrstöcke, die das Lenkrad fixieren, sind schwer zu knacken.
  • Dieselbe Wirkung erzielen Schlösser an Schalthebel oder Handbremse.
  • Elektronische Wegfahrsperren unterbrechen Benzinpumpe, Zündung und Zündspule.
  • Teure Autos mit einer hochwertigen Alarmanlage ausrüsten und mit einer Wegfahrsperre kombinieren.
  • Autoradiopass ausfüllen und gut aufbewahren - nicht im Fahrzeug.
  • Wird das Fahrzeug aufgebrochen, sofort die nächste Polizeiinspektion verständigen.

Ticketbetrug

Besonders im Internet blüht der Handel mit EURO-Eintrittskarten. Doch wer zu spät kommt, muss bei Online-Auktionen oft mehrere hundert Euro für Tickets bezahlen, die offiziell nur einen Bruchteil kosten sollten. Fußballfans sollten sich beim Ticketkauf im Internet vor Schwarzhändlern und Fälschern in Acht nehmen. Bei Online-Auktionen kann der Käufer leicht an Betrüger geraten und sich ungültige Tickets einhandeln.

Die wesentlichen Tipps für die Fans lauten:

• Verzichten Sie bewusst auf Ticket-Angebote, deren Seriosität nicht abgeschätzt werden kann (z. B. Online-Angebote und Ticketagenturen in Internet). Tickets, die auf diesem Weg erworben werden, berechtigen nicht zum Zutritt zum Stadion.

Angezeigte Fälle Jän-Mai 2007 Jän-Mai 2008 + / - Jän-Mai in % Burgenland 3.892 3.239 -16,8% Kärnten 12.466 11.175 -10,4% Niederösterreich 35.447 31.728 -10,5% Oberösterreich 32.674 30.347 -7,1% Salzburg 16.544 14.788 -10,6% Steiermark 25.868 23.432 -9,4% Tirol 22.783 21.438 -5,9% Vorarlberg 8.877 8.367 -5,7% Wien 90.089 87.042 -3,4% ÖSTERREICH 248.640 231.556 -6,9% Geklärte Fälle Jän-Mai 2007 Jän-Mai 2008 + / - Jän-Mai in % Burgenland 2.076 1.641 -21,0% Kärnten 5.775 5.037 -12,8% Niederösterreich 14.391 13.235 -8,0% Oberösterreich 16.731 15.206 -9,1% Salzburg 6.112 5.702 -6,7% Steiermark 11.332 9.895 -12,7% Tirol 9.679 9.122 -5,8% Vorarlberg 4.806 4.501 -6,3% Wien 24.729 24.307 -1,7% ÖSTERREICH 95.631 88.646 -7,3% Aufklärungsquoten Jän-Mai 2007 Jän-Mai 2008 + / - Jän-Mai %punkte Burgenland 53,3% 50,7% -2,7 Kärnten 46,3% 45,1% -1,3 Niederösterreich 40,6% 41,7% 1,1 Oberösterreich 51,2% 50,1% -1,1 Salzburg 36,9% 38,6% 1,6 Steiermark 43,8% 42,2% -1,6 Tirol 42,5% 42,6% 0,1 Vorarlberg 54,1% 53,8% -0,3 Wien 27,4% 27,9% 0,5 ÖSTERREICH 38,5% 38,3% -0,2

Rückfragen & Kontakt:

Bundeskriminalamt
Helmut Greiner, Oberst
Tel.: 0043/664/8132128Bundesministerium für Inneres
Pressesprecherin des Ministers
Mag. Michaela Huber
Tel.: 0043/1/53126/2010

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