AWO: Lateinamerika - boomender Fernmarkt mit vielen Chancen

Koren: Größte österreichische Wirtschaftsmission nach Lateinamerika im Rahmen des EULAC-Gipfels war großer Erfolg - Exporte nach Lateinamerika +33%

Wien (PWK453) - Mehr als 50 österreichische Unternehmen nahmen anlässlich des 2. EULAC-Business Summit in Peru Mitte Mai an der größten österreichischen Wirtschaftsdelegation nach Lateinamerika teil. Neben Peru wurden auch Brasilien, Argentinien und Chile im Rahmen der von der Außenwirtschaft Österreich (AWO) der WKÖ organisierten Wirtschaftsmission besucht. Walter Koren, Leiter der AWO, zieht jetzt eine positive Bilanz der Wirtschaftsmission:
"Rückblickend betrachtet war die Mission ein voller Erfolg. Es wurden bereits vor Ort Geschäftsabschlüsse getätigt und ich gehe davon aus, dass noch einige folgen werden."

Als Beispiele für Erfolge österreichischer Unternehmen in Lateinamerika nennt Koren exemplarisch Frequentis, Angerlehner Hoch-und Tiefbau Ges.mbH, Komptech GmbH, Doka Schalungstechnik GmbH, Kapsch TraffiCom sowie die Casinos Austria: Im Zuge der vor einem Jahr in Angriff genommenen Modernisierung der brasilianischen Flugraumüberwachung - anlässlich eines verheerenden Flugzeugabsturzes am Flughafen Congonhas in Sao Paulo - bekam etwa Frequentis den ersten Zuschlag für die Aufrüstung der Flugsicherung in Sao Paolo. Der neue Tower mit österreichischer High-tech wurde im Rahmen der Wirtschaftsmission von Finanzstaatssekretär Christoph Matznetter, WKÖ-Vizepräsident Richard Schenz und AWO-Chef Koren eröffnet. Nach diesem Modernisierungsstartschuss stehen jetzt 20 weitere Flughäfen zur Sanierung ihrer Flugraumüberwachung an, um die sich Frequentis ebenfalls bemüht.

Die Firma Angerlehner Hoch- und Tiefbau Gesellschaft mbH konnte im Rahmen der Wirtschaftsmission zwei Absichtserklärungen für dringend notwendige Kanalsanierungsprojekte in und um Buenos Aires unterzeichnen. Auch die Firma Komptech GmbH ist in Buenos Aires in Verhandlungen für eine Festmüll-Entsorgungsanlage - ein entsprechender Vorvertrag wurde bereits im Februar 2008 unterschrieben. In Chile erhielt die Firma Doka Schalungstechnik GmbH vor kurzem den Auftrag zur Mitwirkung am größten Inmobilienbauvorhaben Südamerikas, dem sogenannten "Costanera Center", mit einer Investitionssumme von 600 Mio. US-Dollar. Sichtbarstes Projekt einer Österreichischen Firma in Chile ist die Verwendung eines elektronischen Mautsystems, das von der Firma Kapsch TraffiCom bzw. deren seit 1999 bestehenden Tochtergesellschaft Kapsch TraffiCom Chile S.A. in Santiago installiert wurde. Insgesamt sind vier Stadtautobahnen mit einem sogenannten "Free-Flow-System" ausgestattet.

An der im Jahr 2006 erfolgten Vergabe von 17 neuen Casinolizenzen beteiligten sich auch die beiden österreichischen Betreiber Casinos Austria und Admiral/Novomatic. Casinos Austria AG konnte (über die 100%-Tochter Casinos Austria International) den Zuschlag für die Errichtung und den Betrieb eines Casinos in Los Angeles (südlich von Santiago de Chile) erhalten. Die Novomatic-Gruppe ist Partner bei der Errichtung eines Casinobetriebes San Francisco de Mostazal (ebenfalls südlich von Santiago).

Die österreichischen Exporte nach Lateinamerika entwickelten sich in den vergangenen Jahren generell sehr positiv und erreichten im Vorjahr ein Volumen von rund 1,5 Mrd. Euro - das entspricht einem Plus von 33 Prozent. Insbesondere in den Sektoren Maschinen und Anlagenbau, aber auch im Konsumgüter- und Dienstleistungsbereich konnten heimische Firmen Lieferpotentiale gut nutzen. Immer häufiger werden diese Geschäfte auch mit Investitionen in eigene Vertriebs-und Produktionsniederlassungen nachhaltig abgesichert.

Der EULAC-Business Summit der Europäischen Union mit Lateinamerika und der Karibik wurde auf Initiative der AWO vor zwei Jahren ins Leben gerufen und fand 2005 erstmals in Wien statt. Der 3. EU-LAC Business Summit wird 2009 in Madrid abgehalten. (BS)

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