Winkler: "Sicherheit und Entwicklung bedingen einander"

Staatssekretär Hans Winkler bei der SADC-Konferenz in Johannesburg

Johannesburg (OTS) - "Entwicklung kann es ohne Sicherheit nicht geben. Ebenso ist Friede ohne Entwicklung nicht möglich. Unter Sicherheit verstehe ich einen umfassenden Sicherheitsbegriff, der vor allem auf den Schutz der Menschen vor jeglicher Form von Gewalt, Beseitigung von Angst und Aussichtslosigkeit abstellt" so Staatsekretär Hans Winkler anlässlich einer von Österreich in enger Zusammenarbeit mit der Südafrikanischen Entwicklungsgemeinschaft (SADC) und dem Center for Conflict Resolution in Kapstadt organisierten Konferenz über "Sicherheit und Entwicklung im südlichen Afrika".

"Sicherheit und Entwicklung greifen sehr stark ineinander und bedingen einander. Regionale, nationale und internationale Anstrengungen müssen dem gemeinsamen Ziel dienen, ein sichereres Umfeld für die Menschen zu schaffen und den Teufelskreis von Armut, Konflikten und dem Versagen wirtschaftlicher, sozialer und politischer Strukturen zu durchbrechen. Österreich ist bestrebt, kurzfristige Reaktionen auf Krisen durch längerfristige Strategien auszugleichen. Ein gegenseitiges besseres und vertieftes Verständnis der Abläufe und Strukturen, der Bedürfnisse und Zielvorstellungen und somit auch einer engen Abstimmung zur Vermeidung von Doppelgleisigkeiten und Ineffizienz ist daher auch eines der Ziele der zweitägigen Konferenz" sagte der Staatssekretär.

Die im November letzten Jahres beschlossene gemeinsame EU-Afrika-Strategie verfolgt das Ziel, Afrika dabei zu unterstützen, die Millenniums-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen zu erreichen und die Zusammenarbeit besonders im Bereich der Menschenrechte, der guten Regierungsführung, des nachhaltigen wirtschaftlichen Wachstums, Energie und Klimawandel, sowie der regionalen Integration und des Handels zu verstärken. "Wir wollen diese Strategie nun mit Leben und konkreten Maßnahmen füllen. Kooperation und regionale Integration sind dafür die besten Mittel."

Staatssekretär Hans Winkler nutzte seinen Besuch in Johannesburg auch für einen Lokalaugenschein im Township Alexandra, einem Stadtteil von Johannesburg, von dem die rezente Gewaltwelle ausgegangen und das von den gewaltsamen Ausschreitungen gegen Ausländer und Minderheiten besonders betroffen war. Er besuchte auch Vertriebene, die in temporären Lagern untergebracht sind. Die Österreichische Botschaft Pretoria leistete angesichts dieser menschlichen Tragödie Soforthilfe und Unterstützung bei der Aufarbeitung der Folgen der gewalttätigen Ausschreitungen in enger Abstimmung mit lokalen Kirchen und Gemeindegruppen.

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