AK: Agrotreibstoffe machen Tanken teuer

Wien (OTS) - Agrotreibstoffe sind Preistreiber - was die AK
ständig kritisiert, erkennt nun auch endlich der Fachverband für Mineralölindustrie. "Die Kraftstoffe aus pflanzlicher Produktion schaden der Umwelt mehr als sie nützen und treiben die Getreidepreise in die Höhe, was auch wiederum Lebensmittel teuer macht", sagt AK Energieexpertin Dorothea Herzele. Hinzu kommt, dass die Agrotreibstoff-Beimischung eine extrem teure Klimaschutzmaßnahme ist. Außerdem kritisiert die AK, "dass Preiserhöhungen unter Berufung auf den Rotterdamer Markt oder internationale Faktoren sofort an KonsumentInnen weitergegeben werden, Preissenkungen erst oft mit einigen Tagen Verspätung. "Das bringt den Mineralölfirmen ein kräftiges Körberlgeld", sagt Herzele. "Wird eine Preissenkung von drei Cent erst drei Tage später an die Autofahrer weitergegeben, bringt das den Mineralölfirmen Mehreinnahmen bis zu 2,4 Millionen Euro."

Preistreibend wirkt aber auch die hauseigene Preispolitik der Mineralölunternehmen. Denn auf überhitzten Märkten können Preiserhöhungen leichter durchgesetzt werden. Dass immer wieder die Preisänderungen am Rotterdamer Markt für die Spritpreisgestaltung herhalten müssen, ist für die AK fragwürdig. Denn die Mineralölfirmen beziehen ihre Treibstoffprodukte überwiegend aus langfristigen Abnahmeverträgen oder fördern und verarbeiten das Rohöl selbst wie die OMV in ihrer Raffinerie in Schwechat. Der Rotterdamer Markt spiegelt Höchstpreise für Kurzfristverträge wider. Fraglich ist auch, ob der Rottedamer Markt den richtigen Marktpreis abbildet, da es keine genauen Angaben über die Höhe des Handelsvolumen gibt und wer genau an diesem Markt teilnimmt. "Diese Intransparenz erleichtert es den Mineralölfirmen, ihre Preisvorstellungen an den Zapfsäulen durchzusetzen", so Herzele. Das zeigen auch die Gewinne der OMV - sie meldete 2007 mit 1,6 Milliarden Euro das fünfte Mal in Folge Rekordgewinne.

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