ARBÖ: Jüngste Bocksprünge an Börse kein Grund für Sritpreiserhöhungen in Österreich

Jüngste Verbilligungen in Rotterdam sind an Diesel-Fahrer in Östereich fast spurlos vorbeigegangen - Molterer soll endlich handeln

Wien (OTS) - Am Freitag sind nicht nur die Ölpreise, sondern auch die Preise für fertiges Diesel und Benzin am Rotterdam um rund 100 Dollar nach oben gesprungen. "Diese jüngsten Bocksprünge in Rotterdam sind aber kein Grund, die Zapfsäulenpreise in Österreich zu erhöhen", argumentiert der ARBÖ. Erstens ist der Produktenpreis für Diesel vor diesem freitägigem Preissprung zehn Tage lang ständig nach unten gegangen. Nur einen Bruchteil dieser Verbilligung ist bis heute an die heimischen Autofahrer weitergegeben worden: statt um 4,5 Cent sind die Durchschnittspreise nur um knapp einen Cent auf 1,374 Euro gesunken.

Der ARBÖ wird den Markt - wie immer - genauestens beoabachten und fordert den Finanzminister zum Handeln auf. Finanzminister Molterer hatte ja nach der Regierungsklausur versprochen, für mehr Transparenz und Wettbewerb auf dem Treibstoffmarkt in Österreich zu sorgen und dabei auch die Autofahrerklubs einzubinden. "Bisher ist nichts passiert. Wie lange will der Finanzminister noch warten? Anscheinend nimmt er die Sorgen der Bevölkerung noch immer zu wenig ernst.", so der ARBÖ. Die Protestwelle beim ARBÖ gegen zu hohe Spritpreise geht weiter: 82.0000 Protestunterschriften waren es bis Montag. "Es kann nicht sein, dass die Autofahrer wieder einmal die Zeche zahlen, nur weil sich Spekulanten eine goldene Nase verdienen wollen."

Dass die jüngsten Bocksprünge bei Rohöl und in Rotterdam unbedingt zu hinterfragen sind, liegt selbst für die eingefleischesten Börsenexperten auf der Hand. Reale Angebots- und Nachfrage sind es jedenfalls nicht, die den Produktenpreis für Diesel in Rotterdam an einem einzigen Tag gleich um 100 Dollar auf 1.328 Doller pro Tonne explodieren ließen und auch die Rohölsorte "Brent" auf ein neues Rekordniveau von 133 Dollar pro Fass trieben. Börsenexperten wie Mag. Johannes Begnigni sprechen beim Rohöl unumwunden von "höchst aufklärungsbedürftigen Entwicklungen".

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