Zinggl: Ministerin gibt in Sachen Museumsreform klein bei

Grüne: Dringend notwendige Maßnahmen im Museumsbereich lassen sich nicht mit kosmetischen Maßnahmen kaschieren

Wien (OTS) - Sehr enttäuscht zeigt sich Wolfgang Zinggl, Kultursprecher der Grünen, vom kleinmütigen Beigeben der Ministerin in Sachen Museumsreform. "Groß angekündigte Maßnahmen, eingeleitet von zahlreichen Versprechen und Diskussionsrunden im Ministerium waren nichts als Ankündigungspolitik und Politshow. Angesichts der offenbar um einige Nummern zu großen Aufgabe rudert die Ministerin nun gewaltig zurück und so bleibt uns weiter die Museumspolitik der Gehrer-Jahre, verbessert allein durch die Ablöse von Wilfried Seipel im KHM".

Die vielen dringend notwendigen Aufgaben im Museumsbereich lassen sich nicht mit kleinen kosmetischen Maßnahmen kaschieren. Weiterhin müssen wir mit völlig veralteten Sammlungseinteilungen leben, weiterhin fehlen wichtige Themenbereiche wie die Aufarbeitung von Alltagskultur in einem Museum der Kulturen, weiterhin werden sich die Häuser um die Blockbuster der Moderne streiten. Weiterhin bleibt es beim Gemischtwarenangebot der Museen und auch die Eintritte werden -wenn überhaupt - nur für Jugendliche unter 18 frei gegeben, kritisiert Zinggl. "Die Ministerin ist im Begriff, eine historische Chance zu verspielen. Möglicherweise wurde ihr seitens des Finanzministeriums bereits signalisiert, dass sie kein Geld für grundlegende Reformen zu erwarten habe. Um sich die Niederlage zu ersparen, sagt sie die Reformen daher gleich selbst ab. Aus dem Bildungsgegenstand Museumsreform wird sie so jedenfalls keine gute Note nach Hause bringen", erklärt Zinggl.

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