Sozialversicherung: Arbeitgeber zahlten 2007 fast 16 Mrd. Euro an Beiträgen

Dienstgeber bezahlen vorgeschriebene SV-Beiträge zu über 99 Prozent - Beitrag der Ärztekammer zur Sanierung des Gesundheitssystems nach wie vor ausständig

Wien (PWK449) - Die Ärztekammer verlangt, dass sich die Arbeitgeber auch deshalb aus den Gebietskrankenkassen zurückziehen sollen, weil die heimischen Betriebe Schulden in Höhe von rund 900 Millionen Euro bei den Sozialversicherungsträgern haben. Dazu hält die Wirtschaftskammer Österreich fest, dass Österreichs Unternehmen die vorgeschriebenen Sozialversicherungsbeiträge zu über 99 Prozent bezahlen, wie eine Erhebung der Jahre 2003 bis 2005 ergeben hat.

2007 zahlten die Arbeitgeber in die Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung insgesamt 15,814 Milliarden Euro ein, die Dienstnehmer lieferten 11,262 Milliarden Euro an Sozialversicherungsbeiträgen ab. Angesichts dieser Zahlen ist klar, dass die Arbeitgeber gemeinsam mit den Arbeitnehmern im Rahmen der Selbstverwaltung größtes Interesse an einem qualitativ höchstwertigen Gesundheitssystem und an einer effizienten Mittelverwendung im Interesse der Patienten haben. Anders als die Ärztekammer, die außer einem "Nein" noch keine - auch noch so kleine - Idee geliefert hat, wie finanziell bedrängte Krankenkassen saniert werden können, ist die Wirtschaftskammer bestrebt, das heimische Gesundheitssystem nachhaltig abzusichern. (RH)

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