Industrie: Innovation von heute ist Wohlstand von morgen

IV-Präsident Sorger: Standortnachteile mit weiteren Forschungs- und Innovationsanstrengungen kompensieren - Forschungsförderung sichert und generiert Wachstum

Wien (OTS) - (PdI) - "Innovation von heute ist Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit von morgen" betonte der Präsident der Industriellenvereinigung (IV) Dr. Veit Sorger heute, Montag, bei der Veranstaltung "Bewusst innovativ" im Haus der Industrie in Wien. Forschungs- und Innovationsförderung seien daher "wichtige Instrumente, um auch für die Zukunft Wachstum und Wohlstand Österreichs zu sichern und zu generieren". Die zentrale Bedeutung der Forschungsförderung ergäbe sich daraus, "dass Innovation heute vor allem in Innovationsnetzwerken, einem komplexen Systems des Miteinanders von Klein und Groß, also von internationalen Leitbetrieben und KMU, von Wissenschaft und Wirtschaft über jegliche thematische und geographische Grenzen hinaus stattfindet". Der Standort Österreich habe dabei bei aller Attraktivität auch Nachteile: So verhindere etwa die geringe Größe des heimischen Marktes den Aufbau eines notwendigen "Lead-Markets" mit kritischem Umfang, um damit international konkurrenzfähige Innovation zu generieren. Auch seien in Österreich noch wenige internationale Konzernzentralen angesiedelt: "Hier braucht es eine gezielte Politik für Leitbetriebe, um Österreich für Konzernzentralen attraktiver zu machen", so der IV-Präsident. Insgesamt, brauche Österreich "eine Innovationsstrategie NEU, die weit über monetäre und strukturelle Aspekte hinausgehen muss."

Österreich könne Schwächen durch ein starkes Fördersystem im Bereich Forschung und Innovation kompensieren. Ebenso wichtig seien zudem massive Anstrengungen im Bereich der Humanressourcen, denn "Österreich gehen schlichtweg die Technikerinnen und Techniker aus", betonte Sorger. "Laut einer von der IV in Auftrag gegebenen Studie müssen wir ab 2010 mit einer jährlichen Lücke von 1.000 Graduierten allein in den 15 meistgesuchten Studienrichtungen, bezogen auf eine Gesamtzahl von 4.300 inländischen Absolventinnen und Absolventen in diesen Disziplinen, rechnen." Diese Zahlen machten deutlich, dass es nicht ausreicht, "Geld in die Hand zu nehmen", um Forschung und Innovation zu fördern. "Wir benötigen einen Policy-Mix von Innovationsfinanzierung über die Verbesserung der Forschungs- und Förderungsstrukturen bis hin zur Sicherung des Nachwuchses an qualifizierten Technikern, Wissenschaftern und Forschern." Gerade auch bei den Humanressourcen brauche es ein Bündel an Maßnahmen. Diese sollten auf den IV-Programmen in den Bereichen Schule, Hochschule, Migration und wissenschaftlich-technischer Nachwuchs aufbauen. Im "Wettbewerb um die besten Köpfe und Hände" sei ein "Brückenschlag zwischen Forschung, Innovation und der Gesellschaft" erforderlich.

Die Industrie fordert daher die Erhöhung der Forschungsprämie auf 10 sowie des Forschungsfreibetrages auf 35 Prozent als "erste Schritte zu einem international konkurrenzfähigen Fördersystem". Dadurch könne auch die Position im konzerninternen Standortwettbewerb von bereits angesiedelten F&E-Headquarters und internationalen Leitbetrieben verbessert werden. Ziel sämtlicher Bemühungen müsse sein, den bereits guten Innovations-Standort Österreich in das Spitzenfeld der europäischen und globalen "Innovation Leaders" zu führen.

Zwei Drittel des heimischen Wirtschaftswachstums verdankt Österreich bereits jetzt dem technologischen Wandel, Forschung und Innovation. "Je höher die F&E-Intensität der Unternehmen, desto stärker fällt das künftige Wachstum von Beschäftigung und Umsatz aus", sagte der IV-Präsident. Zur Optimierung der Rahmenbedingungen für die heimischen Innovationsnetzwerke gehöre neben der erwähnten Forschungsförderung "wiederum vor allem auch die Sicherung des Nachwuchses an Naturwissenschaftern und Technikern", so Sorger.

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