Lösung für "Stadt des Kindes" in Sicht

Konzept und Finanzierung sind fix - Geplanter Start für Sanierungsarbeiten und Neubaumodule 2009

Wien (OTS) - Mehrjährige intensive Bemühungen, unter schwierigsten bautechnischen Anforderungen und finanziellen Rahmenbedingungen, das städtebauliche Konzept und einen möglichst hohen Anteil der Gebäude des ehemaligen Kinder- und Jugendheims zu retten, stehen vor ihrem positiven Abschluss. Mit dem nun vorliegenden Konzept der Eigentümer Arwag/Wiener Heim können nicht nur das städtebauliche Konzept, sondern auch ein Teil der Gebäude, zwei Familienhäuser und das Schwimmbad und die Sporthalle - die teilweise öffentlich genutzt und damit allen BezirksbewohnerInnen zur Verfügung stehen sollen -erhalten werden. Das neue Konzept der Bauträger beruht auf der Planung der Architekten Stelzhammer, Lindner und Weber. Architekt Prof. Anton Schweighofer war in den Planungsprozess miteingebunden.****

Die "Stadt des Kindes" wurde in den 70er-Jahren erbaut und verfügt u.a. aufgrund der damals gängigen Materialen über eine sehr schlechte Bausubstanz. Sie entspricht in keiner Weise mehr den heutigen Anforderungen an die Energieeffizienz von Gebäuden und den Klima- und Umweltschutz, an die auch die Vergabe von Mitteln aus der Wohnförderung für Neubauten und Sanierungen gekoppelt ist. Obwohl der Gebäudekomplex nicht unter Denkmalschutz steht und sich auch nicht in einer Schutzzone befindet, setzte die Stadt Wien alles daran, die "Stadt des Kindes", die eines der bekanntesten Werke von Schweighofer und ein prägnantes Bauwerk der jüngeren Wiener Architekturgeschichte darstellt, zu erhalten. Mit dem - durch ein hochkarätiges ExpertInnengremium, dessen Mitglied auch Schweighofer war -empfohlenen Verkauf an die Bietergemeinschaft Arwag/Wiener Heim im Frühjahr 2006, die für den Altbestand und die angrenzenden Bebauungsflächen ein Konzept vorlegte, das eine vorwiegende Wohnnutzung vorsieht, sollte der Erhalt des Altbestands so weit wie möglich gewährleistet werden. Mehrere Umplanungen mit Kostenreduktionen waren notwendig, da sich die Baukosten in den vergangenen Monaten - aufgrund hoher Rohstoffpreise und Marktverknappungen - massiv verteuert haben.

Franz Hauberl, Generaldirektor der Arwag: "Es ist uns gelungen, einen wichtigen Teil der Anlage zu erhalten. Insgesamt - die Neubauten miteingerechnet - wird das Areal 240 attraktive Wohnungen bieten. Die Altbauten werden thermisch-saniert und die Neubauten in Niedrigenergiestandard ausgeführt. Die Gesamtkosten dafür werden rund 43 Millionen Euro betragen." "Ich begrüße es, dass unter den gegebenen, äußerst schwierigen Voraussetzungen eine optimale Lösung gefunden wurde und dass die Rettung eines großen Teils des Altbestands nun realisiert werden kann", betont Wohnbaustadtrat Michael Ludwig. Die Sanierung eines höheren - als vertraglich festgelegten - Anteils des Altbestands nach aktuellen Klima- und Umweltschutzrichtlinien macht eine Änderung des Kaufvertrags zwischen Stadt Wien und Arwag/Wiener Heim notwendig. Aufgrund der deutlichen Mehrleistung, die Arwag und Wiener Heim erbringen werden, ist darin der Verzicht auf die ursprünglich vereinbarte Nachzahlungsklausel (Nachzahlung, sollte der Käufer mehr Nutzfläche als vereinbart verwerten) und auf das Rückverkaufsrecht enthalten. Der entsprechende Antrag - er wird heute im Gemeinderatsausschuss für Wohnen, Wohnbau und Stadterneuerung behandelt - wird am 25.6.2008 im Wiener Gemeinderat zur Abstimmung eingebracht.(Schluss) da

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