Mölzer zu EU-USA-Gipfel: Slowenischer EU-Vorsitz darf nicht Handlanger Washingtons spielen

Europäische Interessen sind nicht automatisch mit US-Interessen ident - Klare Abgrenzung von drohender militärischer Aggression gegen Iran notwendig

Wien (OTS) - Der morgige EU-USA-Gipfel in Slowenien werde zeigen,
ob Europa weiterhin den Handlager der Amerikaner spielen wolle, meinte heute der freiheitliche EU-Abgeordnete Andreas Mölzer. "Vor allem für die slowenische Ratspräsidentschaft wird die Stunde der Wahrheit schlagen. Denn bisher hat Laibach gewissenhaft die Direktiven aus Washington befolgt, wie insbesondere die rechtswidrige Anerkennung des Kosovo zeigt. Wie sich die Slowenen in dieser Angelegenheit verhalten haben, war nicht nur eine Peinlichkeit ersten Ranges, sondern auch die Interessen Europas gerichtet, weil eine mutwillige Verschlechterung der Beziehungen in Kauf genommen wurde", betonte Mölzer.

Wenn morgen US-Präsident George W. Bush beim Gipfeltreffen in Slowenien weilt, dann müsse sich die EU, so der freiheitliche EU-Mandatar, klar und unmissverständlich von US-amerikanischen Weltherrschaftsstreben abgrenzen. "Vor allem muss Brüssel erkennen, dass die europäischen Interessen nicht automatische den amerikanischen Interessen entsprechen. Wenn sich die EU nicht außen-und sicherheitspolitisch von den USA emanzipiert, dann wird sie eine eigenständige Rolle in der Weltpolitik spielen können, sondern der Diener Washingtons bleiben", erklärte Mölzer.

In diesem Zusammenhang wies Mölzer darauf hin, dass die EU insbesondere in der Frage des iranischen Atomprogramms eine mäßigende und ausgewogene Politik betreiben müsse. Denn der Iran sei nicht nur für die Erdölversorgung Europas von großer Bedeutung, sondern darüber hinaus auch ein Schlüsselstaat der islamischen Welt. "Wenn die EU nicht die Feindschaft der islamischen Welt auf sich ziehen und von den USA in die Kriege des Nahen Ostens hineingezogen werden will, dann muss sie sich ganz klar von einer drohenden militärischen Aggression Washingtons gegen den Iran abgrenzen", forderte der freiheitliche Europaparlamentarier abschließend.

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