Die "Stadt des Kindes" soll abgebrochen werden

Am kommenden Montag will der Wiener Gemeinderat den Teilabbruch beschließen

Wien (OTS) - Laut der Wiener Gemeinderätin und
Landtagsabgeordneten Sabine Gretner soll am kommenden Montag im Gemeinderatsausschuss für Wohnen der Teilabbruch der Stadt des Kindes beschlossen werden.

Die Stadt des Kindes wurde 1969 als Wohn- und Begegnungsstätte für junge Menschen von Architekt Anton Schweighofer geplant und hat durch das sozialpädagogische Konzept und die dafür entwickelte architektonisch-städtebauliche Form internationalem Ruhm erlangt.

Derzeitiger Eigentümer des mittlerweilen leer stehenden Komplexes ist die ARWAG, ein der Stadt Wien nahe stehender Bauträger.

Die Unterschutzstellung dieses architektonischen Juwels aus den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts wurde nicht veranlasst um ein Überleben der Gesamtanlage zu ermöglichen. Jedoch behielt sich das Bundesdenkmalamt eine Beobachterrolle im Zuge der Umnutzung und Sanierung vor.

Nun scheinen die über Jahre laufenden Bemühungen zur Erhaltung der Anlage vergeblich gewesen zu sein. Der Teilabbruch soll Montag im Gemeinderat beschlossen werden.

Docomomo Austria spricht sich vehement gegen diese brutale und unsensible Vernichtung österreichischen Kulturgutes aus und ruft zum internationalen Protest auf. Kaum ein österreichisches Bauwerk der jüngeren Vergangenheit hat mehr internationale Beachtung erfahren wie die Stadt des Kindes.

Architekt Dipl.-Ing. Dr. Karl Langer, Vizepräsident
Prof. Dipl.-Ing. Dr. Ute Georgeacopol, Sekretär

DOCOMOMO Austria ist die österreichische Arbeitsgruppe der weltweit aktiven Vereinigung von Fachleuten zum Zweck der "Documentation and Conservation of buildings, sites and neighbourhoods of the Modern Movement". Diese Vereinigung berät die UNESCO bei Fragen der Erhaltung der Modernen Architektur.

Rückfragen & Kontakt:

DOCOMOMO AUSTRIA
Karl Langer
Tel.: 01 / 544 04 17
office@karllanger.at
http://www.docomomo.at
www.docomomo.com

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0002