Tierschutzgefangene: Kurier verbreitet Unwahrheiten

VGT wehrt sich gegen rufschädigende Behauptungen

Wien (OTS) - In der Print-Ausgabe des Kurier vom Samstag, dem 7. Juni 2008, wird behauptet, dass auf Demos des Verein Gegen Tierfabriken Polizisten mit Farbe und Dosen beschossen worden wären.

Harald Balluch, Geschäftsführer des VGT dazu: "Ich weiß nicht was den Kurier dazu bringt, derartige Falschaussagen über den Verein Gegen Tierfabriken zu verbreiten. Wir verwehren uns jedenfalls aufs schärfste gegen diese falschen Anschuldigungen und sind gerade dabei rechtliche Schritte dagegen einzuleiten. Fakt ist, dass auf VGT Demos noch nie Polizisten attackiert worden sind. Es kam nie zu Ausschreitungen irgendeiner Art und es wurde auch nie mit Dosen und Farbe geworfen. Unsere Kundgebungen sind immer friedlich verlaufen."

Auch sonst ist diesem Artikel überraschendes zu entnehmen. So sollen dem Kurier "Justiz-Papiere" vorliegen, was die Frage aufwirft, wie diese Papiere an den Kurier gelangt sind. "Hier steht jedenfalls der Verdacht auf Bruch des Amtsgeheimnisses im Raum, dies umso mehr als die Staatsanwaltschaft ja von einem nicht öffentlichen Verfahren gesprochen hat", meint Harald Balluch.

Der Kurier behauptet jedenfalls, dass diesen "Justiz-Papieren" "konkrete Zuordnungen von Verdächtigen und angelasteten Vorwürfen" entnommen werden könnten. So schreibt er, dass Zeugen und Fingerabdrücke im Zusammenhang mit der Sachbeschädigung eines PKW vorliegen würden. "Das ist für uns etwas völlig neues. Wenn das stimmen sollte, dann hat der Kurier Akteneinsicht erhalten, die den Beschuldigten bisher vorenthalten wurde und das wäre wirklich ein Skandal."

"Persönlich glaube ich aber eher, dass der Kurier, da ein paar Dinge durcheinander gebracht hat. Es ist nämlich im Akt von Fingerabdruckspuren auf einem PKW die Rede, der in eine Demonstration von TierschützerInnen hinein gefahren sein soll. Da es sich bei diesem Vorfall um keine VGT-Demo handelte, kennen wir die genauen Umstände nicht, aber laut unseren Informationen ist es zu keinerlei Beschädigungen des Autos gekommen."

Weiters berichtet der Kurier, dass es Zeugen bezüglich eines Brandanschlags auf eine Jagdhütte geben soll. "Auch das ist frei erfunden", sagt Harald Balluch. "Tatsächlich zeigt gerade dieser Vorfall, wie tendenziös die Ermittlungen durch die Polizei geführt werden. So untersuchte die Polizei offenbar gar nicht, ob es sich bei dem Brand überhaupt um eine Brandstiftung gehandelt hat. Bekennungsschreiben liegt scheinbar keines vor. Die Zuordnung ist offensichtlich pure Willkür."

Tatsächlich waren, wenn auch zu einem ganz anderen Zeitpunkt, Tierschützer in der Gegend. Allerdings war dies keine Geheimaktion, sondern es wurden Fasanerien besichtigt und Gesetzesübertretungen zur Anzeige gebracht.

"Gerade bei so einem Verfahren, bei dem es schnell zu Vorverurteilungen und Imageschäden kommen kann, die nicht wieder gut zu machen sind, ist es besonders wichtig, dass seriös und richtig Bericht erstattet wird. Halbwahrheiten müssen vermieden werden. Wir appellieren in dieser Hinsicht besonders an den Kurier, darauf zu achten, seine Leserschaft korrekt zu informieren", bittet Harald Balluch.

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Harald Balluch
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