VEÖ: Unbundling-Kompromiss ist Schritt in die richtige Richtung

Binnenmarktpaket braucht unbürokratische Umsetzung - Funktionierender Markt benötigt vernünftige Regelungen

Wien (OTS) - Österreichs E-Wirtschaft sieht den Kompromiss zum Thema Unbundling, der beim Energieministerrat am 6. Juni 2008 erzielt wurde, als "wichtigen Schritt in die richtige Richtung", erklärte der Präsident des Verbands der Elektrizitätsunternehmen Österreichs (VEÖ), Leo Windtner, in einer ersten Reaktion auf die Ergebnisse des Ratstreffens. Damit sei der Weg frei zu einer Vollendung des europäischen Strombinnenmarkts, auch wenn noch einige Steine aus dem Weg geräumt werden müssten.

Dritte Option ist machbarer Kompromiss

Der jetzt vorgeschlagene Kompromiss für die Ausgestaltung des Unbundling, der als "dritte Option" sowohl für Gas als auch für den Strombereich gelten soll, baut auf dem Vorschlag des "Independent Transmission Operator" (ITO) auf. Das ist aus Sicht der österreichischen E-Wirtschaft zwar eine einschneidende Maßnahme, die in ihren Details noch zu diskutieren sein werde, aber dennoch ein gangbarer Weg, der auch von Österreich mitgetragen werden kann. Windtner: "Diese Lösung ist auch im Sinn der Erhaltung unserer hohen Versorgungssicherheit wichtig, weil somit die Verbindung zwischen Strombereitstellung und -transport nicht zur Gänze unterbrochen wird." Eine Enteignung der E-Wirtschaft durch ein Ownership Unbundling hätte weder den Kunden noch der öffentlichen Versorgung Vorteile gebracht. Windtner: "Ein funktionierender Markt benötigt vernünftige Regeln." Die von Energieminister Martin Bartenstein konsequent vertretene österreichische Verhandlungsposition, die von einem breiten Konsens getragen war, habe damit einen wichtigen Erfolg erzielt.

Insgesamt sieht Windtner die Gefahr einer bürokratischen Überregulierung. Das 3. Binnenmarktpaket, müsse praktikabel gestaltet werden. Zudem sollten die Rahmenbedingungen endlich nachhaltig fixiert sein. Windtner: "Die E-Wirtschaft hat in den vergangenen Jahren eine Reihe von umfassenden und enorm kostspieligen Umwälzungen erlebt, die erst einmal verdaut werden müssen. Aber auch die Konsumenten brauchen jetzt Zeit, um sich an die neuen Spielregeln zu gewöhnen."

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