ÖSTERREICH: Bures streicht Beamten 228 Nebengebühren

Beamtenministerin strafft Zulagen ab Herbst - Kuriose Milchpauschale wird gestrichen

Wien (OTS) - Beamtenministerin Doris Bures (SPÖ) räumt im Zulagen-Dschungel auf: Bures will die umstrittenen Nebengebühren der Beamten deutlich straffen und um weitere 228 Titel reduzieren, wie die Ministerin gegenüber der Tageszeitung ÖSTERREICH (Samstagausgabe) ankündigt. Mit dem neuen "Kernkatalog", der ab Oktober greifen soll, will Bures die hohen Verwaltungskosten für die Zuteilung der Gebühren einsparen. Langfristig plant die Ministerin eine transparentere Entlohnung der Staatsdiener und somit ein "weitgehendes Aus" für den Zulagen-Wucher. "Durch eine Vereinfachung des Nebengebührenwesens werden Ressourcen für mehr Serviceleistungen frei", betont Bures gegenüber ÖSTERREICH.
Für neu eintretende Beamte will Bures das Milchpauschale streichen: Derzeit gibt es noch 1.674 Bezieher, die unter diesem Titel bis zu 24 Euro pro Monat kassieren - und zwar für "Arbeiten, bei deren Erledigung gesundheitliche Beeinträchtigungen minderen Grades befürchtet werden können". Bures hält das für nicht mehr zeitgemäß und will auch die Zuteilung der Baumsteiger-Zulage eingrenzen. Die Ministerin hält es für "absurd", wenn Verwaltungspersonal dafür eingesetzt wird, die Baumsteiger-Zulage nach zig Kriterien - ohne oder mit Motorsäge, Schattieren und Abschattieren - zu berechnen - zumal es dafür gerade noch 40 Bezieher gibt.

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