SCHALLE: Lebensbedrohende Gefahr durch Atomkraft vorprogrammiert

Fall Krsko zeigt, weder Bundesregierung noch Bevölkerung auf den Ernstfall vorbereitet

Wien (OTS) - Der Kampf gegen Atomkraft habe in Österreich lange Tradition, sagte BZÖ-Umweltsprecher Abg. Veit Schalle im Zuge der heutigen Dringlichen Anfrage im Parlament. Es klinge allen noch in den Ohren was mit Zwentendorf passiert sei. Damals wurde die sozialistische Regierung durch die Bevölkerung gezwungen, den Bau des Atomkraftwerkes zu stoppen und somit Österreich nicht zum angestrebten Atomland zu machen. Die Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte zeige aber "es geht in die andere Richtung", so Schalle. Atomkraft in Europa wurde weiter ausgebaut. Österreich ist von seinen Nachbarn mit alten, unsicheren Atomkraftwerken umgeben, sagte Schalle und verwies beispielsweise auf Temelin, wo Ost-West-Technologien aufeinandertreffen. "Da können Sie noch soviel reparieren, funktionieren wird’s trotzdem nie zu 100%, Störfälle und Pannen sind jedenfalls nicht ausgeschlossen", so Schalle. Die lebensbedrohende Gefahr durch Atomkraft sei damit vorprogrammiert.
Auch der Fall Krsko zeige, dass weder die Bundesregierung noch die Bevölkerung auf den Ernstfall vorbereitet sei. "Was passiert eigentlich, wenn es einen Ernstfall gibt? Gibt es Notpläne?, Gibt es Schutzräume?, Wo wollen Sie die Bevölkerung unterbringen?, Gibt es eine Versorgungssicherheit?, richtete Schalle Fragen an Bundesminister Pröll." "Es ist ja schon eine Katastrophe, dass es nahezu fünf Stunden dauert, bis die Bevölkerung informiert wird. Was das im Ernstfall für die Kärntner und steirische Bevölkerung bedeutet hätte, wolle er sich gar nicht vorstellen", so Schalle. Jeder Tag, den Krsko früher vom Netz genommen wird, wäre ein Gewinn für die gesamte Alpenregion.

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