Heinzl: Österreich muss Zentrum der Anti-Atom-Forschung werden

Schließung von Bohunice muss vordringliches Anliegen sein

Wien (SK) - Die Atomkraft wird leider von vielen Ländern genutzt. Es ist unsere Aufgabe, auf internationaler Ebene gegen die Atomkraft zu kämpfen", betonte der SPÖ-Abgeordnete Anton Heinzl am Freitag im Rahmen der Nationalratsdebatte. Um dies zu erreichen müsse Österreich die atomkritische Wissenschaft stärker unterstützen. "Österreich muss ein internationales Zentrum der Anti-Atom-Forschung werden", so Heinzl, nur mit wissenschaftlich untermauerten Fakten könne man Atombefürworter umstimmen. Klar machen müsse man auch, dass Atomkraft keine wirksame Methode zum Klimaschutz sei. "Atomkraft ist nicht klimaneutral", unterstrich der SPÖ-Abgeordnete. ****

Der Zwischenfall von Krsko habe bei vielen die Erinnerung an Tschernobyl wachgerufen, so Heinzl. Aber damals habe es viele Wochen gedauert, bis die Weltöffentlichkeit über den Störfall in vollem Ausmaß informiert wurde. Jetzt lebe man in einem freien und demokratischen Europa, Informationen würden jetzt rasch weitergegeben. Das Frühwarnsystem funktioniere, trotzdem brauche es noch Verbesserungen. Immerhin hätten die slowenischen Behörden bei der Meldung des Zwischenfalls ein falsches Formular erwischt, wie dies habe passieren können, müsse rasch aufgeklärt werden.

"Temelin symbolisiert den Kampf Österreichs gegen die Atomkraft", bemerkte Heinzl. "Aber es gibt noch gefährlichere Atomkraftwerke an der Grenze zu Österreich", hier nannte der Abgeordnete die AKW's Bohunice und Mochovce. Zu Bohunice merkte Heinzl an, dass die EU bereits im Beitrittsvertrag der Slowakei die Schließung verlangt habe, Präsident Fico wolle dieses Atomkraftwerk aber bis 2010 weiter betreiben. Heinzl appellierte daher an Umweltminister Pröll, auf den slowakischen Präsidenten einzuwirken und klar zu machen, dass der Weiterbetrieb des Atomkraftwerkes nicht verhandelbar sei. "Der europäische Atomausstieg hat unser aller Priorität zu sein", schloss Heinzl. (Schluss) sw

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