Baubeginn der Temporären Kunsthalle Berlin auf dem Berliner Schlossplatz

Berlin (OTS) - 3 Österreicher in Berlin: Adolf Krischantiz baut
die neue Kunsthalle Berlin, Gerwald Rockenschaub schafft mit riesigem Außenbild das Signet für die Halle, Gerald Matt kuratiert mit der Künstlerin Candice Breitz die Eröffnungs-Ausstellung

Mit dem Spatenstich durch den Berliner Bürgermeister Klaus Wowereit am 6. Juni 2008 ist ein weiteres Etappenziel in der Realisierung des Projekts Temporäre Kunsthalle Berlin erreicht. In bereits vier Monaten werden die Bauarbeiten für die von Adolf Krischanitz entworfene und geplante Kunsthalle in Berlins Mitte abgeschlossen sein. Als Vorbild für das Projekt dient die Wiener Kunsthalle, ebenfalls ein Projekt des Architekten.

"Wir sind stolz darauf, dass Kunsthallen Box und Idee zum Exportschlager werden, meine Gratulation an Adolf Krischanitz und seinen architektonischen Raum für Möglichkeiten," so Gerald Matt, Direktor der Kunsthalle Wien.

Ab Mitte Oktober 2008 wird die Temporäre Kunsthalle für die Dauer von zwei Jahren Schaufenster für aktuellste Gegenwartskunst sein, die in Berlin entsteht und international Impulse setzt. Zur feierlichen Eröffnung wird eine Einzelausstellung der jungen südafrikanischen Künstlerin Candice Breitz gezeigt, kuratiert von Gerald Matt. Die gesamte Fassade der Halle gestaltet Gerald Rockenschaub mit einem riesigen Bild, das sich als virtuelles Symbol zur Eröffnung der Halle im September im Bewusstsein von Besuchern und Passanten einprägen wird.

Die Temporäre Kunsthalle Berlin will darüber hinaus Produktionsort sein und das Potential der temporären Verortung am Schlossplatz nutzen, neue Formate speziell für diese Kunsthalle zu entwickeln und einer großen Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm und regelmäßige Publikationen, die in Zusammenarbeit mit den Künstlern entstehen, betonen Dynamik und Laborcharakter der Kunsthalle als einem ambitionierten Kommunikationsraum.

Eröffnungsausstellung (Eröffnung, 7. Oktober; 8. Oktober bis 14. Dezember 2008)

Candice Breitz (* 1972, Johannesburg), deren Arbeiten schon in mehreren Ausstellungen der Kunsthalle Wien zu sehen waren, bezieht sich in ihren aufwändigen Video-Installationen auf Strategien der Pop Art und setzt sich medienkritisch mit der Rolle des Publikums und der Transformation von Populärkultur im Alltag auseinander. Im Spiegel von Fankultur und Karaoke stellt die Künstlerin die Wahrnehmung und Neuinterpretation popkultureller Mythen und Idole in Frage, und rückt die Wechselbeziehungen von Pop-Musik und kollektivem Gedächtnis ins Zentrum.

Nach den jüngsten Einzelausstellungen im Louisiana Museum of Modern Art, Humlebaek (2008); White Cube, London (2007); Bawag Foundation, Wien (2006); Castello di Rivoli, Turin (2005); Palais de Tokyo, Paris (2005), wird Candice Breitz ihre Arbeiten in zwei aufeinander folgenden Teilen in der Temporären Kunsthalle Berlin der Öffentlichkeit vorstellen. Sie wird in Absprache mit Gerald Matt einen Wechsel zur Halbzeit der Ausstellung vornehmen: die 1. Hälfte wird Breitz mit bekannten Arbeiten bespielen, für die 2. Hälfte will sie mit einer brandneuen Arbeit überraschen.

Eröffnungsinstallation an der Fassade (Anfang September)

Gerwald Rockenschaub (*1952, Linz) arbeitet als Künstler, Musiker und Designer. Er bezieht sich in seinen minimalistisch wirkenden Computergrafiken, Installationen und Skulpturen auf ästhetische Elemente der Clubkultur. Rockenschaubs Entwurf für die Außenhaut entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Architekten Adolf Krischanitz und stellt die pixelierte Umsetzung einer Wolke vor. Mit dem Verweis auf Ludwig Wittgensteins Zitat "Eine Wolke kann man nicht bauen" war der Entwurf zunächst Ausdruck für die Zukunftsvision einer temporären Kunsthalle auf dem Schlossplatz.

Zu Gerwald Rockenschaubs prominenten Ausstellungsbeteiligungen zählen u.a. documenta 12, Kassel (2007); ZKM, Karlsruhe (2005); MUMOK Wien (2004); Kunstverein Hamburg (1998) und der Österreichische Pavillon der Biennale von Venedig (1993).

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