Winkler: "Österreichischer Einsatz für Sicherheit und Entwicklung im südlichen Afrika"

Staatssekretär Winkler im Vorfeld einer Tagung über "Sicherheit und Entwicklung im südlichen Afrika"

Kigali (OTS) - "Es gibt leider keinen Masterplan, wie wir konfliktgeschädigten Gesellschaften dazu verhelfen können, ihren eigenen Weg zu Frieden und Sicherheit, zu Gerechtigkeit, zur Herausbildung verlässlicher Institutionen und zur Wiederherstellung des innergesellschaftlichen Vertrauens zu finden. Solche Wege jedoch aufzuzeigen und zu markieren ist das Anliegen dieser auf österreichische Initiative in enger Zusammenarbeit mit der Südafrikanischen Entwicklungsgemeinschaft (SADC) und dem Center for Conflict Resolution in Kapstadt organisierten Konferenz", so Staatssekretär Hans Winkler im Vorfeld der Konferenz über "Sicherheit und Entwicklung im südlichen Afrika", die vom 8. bis 10. Juni 2008 in Johannesburg stattfinden wird.

"Die Sicherung des Friedens und der menschlichen Sicherheit ist eines der Hauptziele der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit. Armut kann nur dort überwunden werden, wo Friede und Stabilität herrschen. Bessere Lebensbedingungen wiederum tragen dazu bei, dass Konflikte gar nicht erst entstehen", betonte Winkler.

"Das südliche Afrika steht vor zahlreichen Herausforderungen. Anhaltende Armut, die rasante Ausbreitung von HIV/AIDS und deren Folgen, Kriminalität, Naturkatastrophen sowie gewaltsame Auseinandersetzungen sind oftmals der Nährboden für Konflikte. Politische, wirtschaftliche und soziale Strategien sind dabei ebenso wichtig wie friedenssichernde Maßnahmen", so Winkler, der die zunehmende Bedeutung und die Notwendigkeit der Stärkung der regionalen Zusammenarbeit hervorhob.

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) verbindet mit der SADC eine langjährige Partnerschaft. Seit vielen Jahren fördert sie zahlreiche Programme und Projekte zum Aufbau stabiler gesellschaftlicher und politischer Strukturen sowie Instrumente zur Konfliktbearbeitung und zum Management gewaltfreien gesellschaftlichen Wandels.

Während der zweitägigen Konferenz werden sich Experten und Expertinnen aus Wissenschaft und Politik aus Afrika, der EU und den Vereinten Nationen mit folgenden Themen auseinandersetzten:

  • Strukturen und Tendenzen für Friedenssicherung im südlichen Afrika
  • Rolle und Aufgabe der Afrikanischen Union, SADC, EU und UNO
  • Beitrag der Frauen für menschliche und politische Sicherheit in der Region
  • Friedenseinsätze in Afrika
  • Möglichkeiten für dauerhafte und nachhaltige Unterstützung durch internationale Organisationen und Geber

SADC ist eine regionale Organisation zur wirtschaftlichen und politischen Integration im südlichen Afrika. Mitglieder sind Angola, Botsuana, Demokratische Republik Kongo, Lesotho, Madagaskar, Malawi, Mauritius, Mosambik, Namibia, Sambia, Simbabwe, Republik Südafrika, Swasiland, Tansania.

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