EURO 2008 - Platter: Verstärkte Kooperation mit Interpol rechtzeitig zur EURO

Österreichische Polizei kann ab sofort auf INTERPOL-Datenbank zugreifen

Wien (OTS) - "Wir haben rechtzeitig zur EURO 2008 mit INTERPOL die Möglichkeit geschaffen, Daten über gestohlene und verlorene Reisedokumente in der IP-Datenbank in Sekundenschnelle abzufragen", so Bundesminister für Inneres, Günther Platter.

Österreich wird ab sofort diese Abfragemöglichkeit nutzen: "Jeder Polizist hat damit über seinen Computer direkten Zugriff auf Informationen über gestohlene oder verlorene Reisedokumente aus mehr als 100 Ländern. Damit verfügt er über denselben Datenstand wie INTEROL."

"Mit dem Direktzugang zu IP-Daten ist ein signifikanter Schritt in der Bekämpfung der Organisierten Kriminalität und des Terrorismus gelungen und damit auch in Hinblick auf die Sicherheit der Östereicher und der Besucher unseres Landes. Ich freue mich über die Kooperation zwischen Österreich und INTERPOL (Internationale Kriminalpolizeiliche Organisation), die dies möglich gemacht hat", so Platter weiter.

Derzeit sind in der IP- Datenbank (SLTD = Stolen and Lost Travel Documents) über 14 Millionen Datensätze enthalten. Sie setzen sich aus gestohlenen und verlorenen Reisedokumenten aus über 100 Ländern zusammen.

Ronald K. Noble, Generalsekretär von Interpol, verwies auf die Einführung des direkten Datenzugangs zu der IP-Datenbank während der karibischen Kricket Weltmeisterschaft 2007: "Der Nutzen dieser Abfragemöglichkeit hielt noch lange, nachdem das letzte Match gespielt war, an."

Das Verfahren, das dabei angewendet wird, ist ein sogenanntes HIT/NO HIT System. Im Fall, dass das System eine Übereinstimmung von Reisepassnummern feststellt, erfolgt über das Bundesministerium für Inneres (Bundeskriminalamt)im bilateralen Amtshilfeverfahren die konkrete Überprüfung der Daten.

Unser Ziel ist in erster Linie die Sicherheit des Bürgers.

Weiters verfügt INTERPOL über ein verschlüsseltes Kommunikationssystem I-24//7, an das derzeit weltweit 186 Mitgliedsstaaten angeschlossen sind. Diese Möglichkeit nutzt Österreich ebenfalls, um im Rahmen der EURO 2008 Informationen über bekannte Gewalttäter mit anderen Ländern auszutauschen. "Durch dieses verschlüsselte und schnelle Informationssystem kann gewährleistet werden, dass die österreichische Polizei stets die bestmöglichen Informationen zur Verfügung hat", so Platter.

"INTERPOL wird Österreich auch im Hinblick auf andere Sicherheitsaspekte unterstützen. Dazu wurde von INTERPOL ein Großereignisunterstützungsteam (IMEST= INTERPOL MAJOR EVENT SUPPORT TEAM) einberufen, das während der gesamten EURO 2008 aktiv sein wird, um in Sicherheitsfragen und mit operationeller Unterstützung für die Gastgeberländer Österreich und Schweiz zur Verfügung zu stehen", so Noble abschließend.

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