FP-Gudenus: SPÖ/Grüne lehnen FP-Antrag auf Berufsverbot für Kinderschänder ab

Wiederholungsgefahr muss zum Schutze der Kinder eingedämmt werden

Wien, 06-06-2008 (fpd) - Verwundert zeigt sich der Bildungs- und Jugendsprecher der FPÖ-Wien, LAbg. Mag. Johann Gudenus über die ablehnende Haltung der linken Parteien im Wiener Landtag, zum gestern eingebrachten Entschließungsantrag. In diesem Antrag werde die Wiener Landesregierung aufgefordert, bei der Bundesregierung dafür einzutreten, dass über Personen, die in der Sexualstraftäterdatei im Bundesministerium für Inneres vermerkt sind, zwingend ein Verbot beruflicher Tätigkeiten ausgesprochen wird, bei denen sich ein Kontakt zu Kindern und Jugendlichen ergeben könnte.

Menschen, die wegen Tatbeständen wie Kindesmissbrauch, Besitz von Kinderpornografie, gewerblicher Handel mit kinderpornografischem Material oder Missbrauch eines Autoritätsverhältnisses verurteilt wurden, dürften, unabhängig von der Höhe der Strafzumessung, nie wieder einen Beruf, der unmittelbar mit Kindern zu tun habe, ergreifen. Nur dadurch könne ein Kontakt zu möglichen weiteren Opfern unterbunden und die Wiederholungsgefahr, die in hohem Maße vorhanden sei, eingedämmt werden, so Gudenus.

Ein Negativbeispiel zeige laut Medienberichten, dass ein Pädagoge aus dem Bezirk Steyr-Land, der als Konsument von pornographischen Abbildungen mit Kindern verurteilt wurde, wieder seinen Dienst als Hauptschullehrer antreten solle. Das Entsetzen unter den Eltern in der betroffenen Schule und darüber hinaus sei verständlicherweise groß. Dass ein Lehrer, der wegen Kinderpornos auf seinem Computer verurteilt wurde, wieder mit Kindern und Jugendlichen arbeiten darf, sei der Gipfel der Unfassbarkeit, kritisiert Gudenus.

Auch im gestern diskutierten Bericht der Wiener Kinder- und Jugendanwaltschaft für das Jahr 2007 werde im Kapitel "Sexuelle Übergriffe im Bereich der Freizeitpädagogik" beschrieben, dass sich in den letzten Jahren Anfragen und Beschwerden aus dem außerschulischen Bereich häufen. Kinder und Jugendliche, die sich in Vereinen und Freizeiteinrichtungen einschreiben, würden laut diesem Bericht immer wieder die Erfahrung machen, dort auf männliche Erwachsene zu treffen, die ihre Intimsphäre verletzen, verbal und/oder tätlich übergriffig werden und/oder massive und damit strafbare Handlungen setzen. Diese Erwachsenen seien als Trainer, Gruppenleiter und dergleichen für die Kinder verantwortlich und stellen formal Autoritätspersonen dar.

Es sei ein Skandal, dass sich hier Rot und Grün dagegen wehren, dass solchen Personen in Zukunft kein Verbot beruflicher Tätigkeiten ausgesprochen wird, bei denen sich ein Kontakt zu Kindern und Jugendlichen ergeben könnte, zeigt sich Gudenus fassungslos. (Schluss) hn

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