Glaser zu FAO-Gipfel: Viele Erklärungen, zu wenige Lösungen

Starke regionale Landwirtschaft beugt Hungerkrisen vor - Bäuerliche Nahrungsmittel- und Energieproduktion nicht gegeneinander ausspielen

Wien (ÖVP-PK) - "Bei akuten Hungerkrisen ist punktuelle Hilfe notwendig. Dauerhaft kann Hunger aber nur beseitigt werden, wenn die Landwirtschaft in den betroffenen Ländern gestärkt wird. Vor allem kleine und mittlere bäuerliche Strukturen, die die Versorgung der eigenen Bevölkerung und nicht primär die Produktion für den Weltmarkt zum Ziel haben, sichern die Versorgung mit Nahrungsmitteln. Voraussetzung dafür ist die Förderung von Bildung und Infrastruktur, angefangen vom Finanzwesen bis hin zum Bau von Straßen." Das stellte der ÖVP-Sprecher für Entwicklungszusammenarbeit, ÖVP-Abg. Franz Glaser, heute, Freitag, zum Ergebnis des Gipfels der UNO-Organisation für Landwirtschaft und Ernährung (FAO) in Rom fest. ****

"Absolut unverständlich" sind für Glaser die Vorwürfe, dass Biosprit die Nahrungsmittelproduktion beeinträchtigt. "Einige Verantwortungsträger und auch Nicht-Regierungsorganisationen suggerieren einen Kausalzusammenhang, der so nicht gegeben ist und völlig unseriös ist. Gerade die Produktion von Energie durch die Landwirtschaft war immer Basis des Wirtschaftskreislaufes. Erneuerbare Energie ist nicht das Problem, sondern ein Teil der Lösung, wenn es um die Eindämmung des Klimawandels und das Überleben unseres Wirtschafts- und Sozialsystems geht", sagte Glaser.

"Noch vor wenigen Jahren wurden die europäischen Bauern für die Überschussproduktion und das Zerstören von Märkten in Entwicklungsländern angeprangert. Jetzt, wo sie ein bis zwei Prozent ihrer Produktion für erneuerbare Energie verwenden und damit die Überschussproduktion verringern, werden sie abermals an den Pranger gestellt. Das ist unseriös", unterstrich Glaser.

"Sowohl die großen Agrarmultis als auch die Regierungen in den Schwellenländern und Entwicklungsländern haben die Verantwortung, zuerst das Wohl der eigenen Bevölkerung zu sehen und erst danach mögliche Devisenerträge", ist Glaser überzeugt. Der Beitrag Österreichs müsse es sein, wie vereinbart zur Erfüllung der UN-Millenniumsziele beizutragen. "Wir haben uns verpflichtet, bis zum Jahr 2010 unsere Entwicklungsmittel auf 0,51 Prozent des Bruttonationalprodukts zu steigern und werden dieses Ziel auch weiterhin verfolgen", betonte Glaser.
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