Mölzer: Kopftuchverbot bleibt! - Türkisches Verfassungsgericht schiebt Islamisierung einen Riegel vor

Beitrittsverhandlungen sind abzubrechen, damit Europa nicht in den Strudel der türkischen Innenpolitik gerissen wird

Wien (OTS) - Die Entscheidung des Verfassungsgerichts in Ankara,
die Aufhebung des Kopftuchverbots an den Universitäten für verfassungswidrig zu erklären, bestätige erneut, wie groß die Gefahr einer Islamisierung der Türkei sei, sagte der freiheitliche EU-Abgeordnete Andreas Mölzer. "Mit Reformen hat die von der islamistisch ausgerichteten Regierung Erdogans durchgesetzte Aufhebung des Kopftuchverbots nichts zu tun. Vielmehr sollte den laizistisch gesinnten Türkinnen gezeigt werden, wohin die Reise gehen soll", betonte Mölzer, der auch Mitglied der Türkei-Delegation des Europäischen Parlaments ist. Außerdem beweise das Ringen von Laizisten und Islamisten, daß die Türkei kein europäisches Land sei, stellte der freiheitliche Europaparlamentarier fest: "Was sich in Kleinasien derzeit abspielt, ist für uns Europäer unverständlich und zeigt wie sehr die Türkei im Morgenland verwurzelt ist."

Weiters wies der freiheitliche EU-Mandatar darauf hin, daß sich nach dem gestrigen Spruch der Verfassungsrichter die tiefe innere Krise der Türkei noch weiter zu verschärfen drohe. "Wenn als nächstes die islamistische Regierungspartei AKP verboten wird, dann wird sich der Machtkampf zwischen Islamisten und Laizisten weiter zuspitzen. Wie ein derart gespaltenes Land EU-Mitglied werden soll, ist völlig unverständlich. Um nicht selbst in den Strudel der türkischen Innenpolitik gerissen zu werden, muß die EU die Beitrittsgespräche mit Ankara sofort abbrechen", schloß Mölzer.

Rückfragen & Kontakt:

Freiheitlicher Parlamentsklub

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FPK0007