Sieber: Ende des Lieferstreiks eröffnet neue Chancen

ÖVP-Abg.: Entstandene Gräben müssen geschlossen werden

Wien (ÖVP-PK) - Der ÖVP-Abg. Norbert Sieber begrüßte heute, Freitag, die Entscheidung der IG Milch und des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter (BDM), den Milchlieferboykott zu beenden. "Als Landwirt habe ich für die Sorgen und Ängste unserer Bäuerinnen und Bauern vollstes Verständnis", so Sieber. Die Landwirtschaft sei von der Teuerung genauso betroffen wie jeder andere Bereich auch. Deshalb sei es unbedingt nötig, darauf aufmerksam zu machen, was die Bäuerinnen und Bauern für ihre Produkte tatsächlich bekommen. ****

Sieber weiter: "Die Gewinne werden woanders gemacht. Jeder Cent, den unsere bäuerlichen Betriebe für ihre Produkte bekommen, ist hart erarbeitet." Die gezeigte Solidarität und das Durchhaltevermögen der beteiligten Familien seien für ihn bemerkenswert gewesen. "Kaum jemand wird sich vorstellen können, welche Auseinandersetzungen sich innerhalb der Familien abgespielt haben. Wie Beteiligte selbst zugeben mussten, war der ‚Druck von allen Seiten enorm’. Viele Bauern und Bäuerinnen hätten ein Ende des Streiks herbeigesehnt und verlangt."

In den kommenden Wochen gilt es nun abzustecken, welche Spuren der Boykott hinterlassen hat - sowohl auf Seiten der Betriebe als auch auf Seiten der Molkereien, Handel und Konsumenten. "Ich werde das Gespräch mit den Beteiligten suchen und versuchen etwaige aufgerissene Gräben zu schließen", so Sieber.

Und der ÖVP-Abgeordnete weiter: "Ein erster Teilerfolg konnte bereits auf dem Milchgipfel zu Beginn der Woche erzielt werden. Man konnte sich darauf verständigen, dass die Preise nicht abgesenkt werden und längerfristig auf ein höheres Niveau gehoben werden. Das muss auch eingehalten werden. Unsere Bäuerinnen und Bauern brauchen zur Sicherung der Existenz einen gerechten Milchpreis." Darüber hinaus sei es nun von zentraler Bedeutung, das geplante Auslaufen der Milchquote ab 2015 und die schrittweise Anhebung derselben bis dahin zu unterbinden. "EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer-Boel muss zur Kenntnis nehmen, dass die geplanten Reformen, wenn sie so durchgeführt werden, zu massiven Preissenkungen führen und somit die Bäuerinnen und Bauern wieder auf die Straße getrieben werden", gibt Sieber zu bedenken. Angesichts der Ereignisse der vergangen Tage sind Agrarpolitiker aller Ebenen aufgefordert, Weichenstellungen vorzunehmen, um derartige Maßnahmen in Zukunft auszuschließen. "Bäuerinnen und Bauern wollen auf ihren Betrieben arbeiten und nicht streiken", meinte der Vorarlberger Abgeordnete abschließend. (Schluss)

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