Clipping-Nutzer sind keine Wilderer!

Berufsgruppe der Medienbeobachter der WKO nimmt ihre Kunden in Schutz vor Pauschalverurteilungen

Wien (PWK445) - "Es ist für uns befremdlich, wenn alle Medienkonsumenten und unsere Kunden in ein schiefes Licht gestellt werden sollen.", so Berufsgruppensprecher Mag. Florian Laszlo "Eine Warnung mag richtig sein, aber eine Hexenjagd ist nicht das richtige Zeichen." Nachdem Jugendliche wegen ihrer Form des Musikgenusses als "Piraten" bezeichnet wurden, sind nun Medienkonsumenten als "Wilderer" dran.

Festzuhalten ist, dass die Medienbeobachtung nicht lizenzpflichtig ist. Sie ermöglicht hingegen die Persönlichkeitsrechte des Einzelnen zu sichern. Der Urheberrechtsschutz für Werke der Literatur, worunter auch Zeitungsartikel fallen können, besteht schon sehr lange und wird nicht bezweifelt. Dieser Schutz wird jedoch durch freie Werknutzungen eingeschränkt, die im Interesse der Gesellschaft erlaubt sind, worunter auch einzelne Vervielfältigungen von Artikeln fallen.

Lediglich die weitere Vervielfältigung und Zugänglichmachung der Clippings, auch ein Wunsch der Konsumenten, ist bei einem Überschreiten eines gewissen Maßes beschränkt. Den Kunden unserer Mitgliedsbetriebe steht die bestmögliche rechtliche Absicherung in Form des PDN-Systems des VÖZ offen. Sie können diese ohne administrativen Mehraufwand die 115 wesentlichen Printmedien lizenzieren und damit mehr österreichische Medien, als etwa die APA anbieten kann.

Ziel der Medienbeobachter ist die vollständige rechtliche Absicherung der Lizenzierung, die im gegenwärtigen System noch nicht gegeben ist. Der Versuch der Aushöhlung bestehender Konsumenten-Rechte durch PR-Maßnahmen ist eindeutig zurückzuweisen. (us)

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich
Allgemeiner Fachverband des Gewerbes
Mag. Jakob Wild
Tel.: (++43) 0590 900-3262
jakob.wild@wko.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0006