APA-OTS Politikportalanalyse: Endspurt im Tiroler Wahlkampf

Innsbruck/Wien (OTS) - Das Innsbrucker MediaWatch Institut
erstellt im Auftrag von APA-OTS wöchentlich das Top-30 Ranking der meist genannten PolitikerInnen in den österreichischen Tageszeitungen. Im aktuellen Untersuchungszeitraum (30. Mai bis 5. Juni 2008) erreicht Bundeskanzler Alfred Gusenbauer den ersten Platz. Rang zwei belegt der Tiroler Spitzenkandidat Fritz Dinkhauser, auf Rang drei folgt Tirols Landeshauptmann Herwig van Staa.

Neben dem Finale im Tiroler Landtagswahlkampf beherrschten vor allem die Debatten rund um die Pensionsautomatik, parteiinterne Kritik an Bundeskanzler Alfred Gusenbauer und der Staatsbesuch des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy die innenpolitische Berichterstattung der heimischen Tageszeitungen.

Die Spitzenposition im Top-30 Politikerranking nimmt Bundeskanzler Alfred Gusenbauer mit 1263 Nennungen ein. Das eigentlich bereits ausgehandelte Pensionspaket führt zu Missstimmung in der Koalition. Ein Neuverhandeln der Pensionsautomatik - wie vom SPÖ-Präsidium gefordert - lehnen Wirtschaftsminister Martin Bartenstein (Rang fünf, 365 Nennungen) und Umweltminister Josef Pröll (Rang zwölf, 135 Nennungen) entschlossen ab. Sozialminister Erwin Buchinger (Rang vier, 383 Nennungen) erklärte, dass er die "Vereinbarungen mit der ÖVP nicht zu hundert Prozent einhalten könne." Salzburgs Landeshauptfrau Gabriele Burgstaller (Rang acht, 213 Nennungen) kritisierte die parteiinterne Kommunikationsfähigkeit von Alfred Gusenbauer. Sie kündigte zudem an, am kommenden SPÖ-Bundesparteitag nicht mehr als Obmannstellvertreterin zu kandidieren. Beim Blitzbesuch des französischen Staatspräsidenten in Wien demonstrierten Sarkozy und Gusenbauer gemeinsame Ansichten in der Frage der Einwanderungspolitik und des Klimaschutzes. Sarkozy betonte zudem, während des EU-Vorsitzes eng mit der Regierung Gusenbauers kooperieren zu wollen.

Rang zwei und drei im Ranking belegen die Tiroler Wahlkämpfer Fritz Dinkhauser und Herwig van Staa. Dinkhauser (Rang zwei, 417 Nennungen) bringt wenige Tage vor der Tiroler Landtagswahl Bewegung in die Koalitionsspekulationen: Nachdem er vergangene Woche noch eine Koalition mit der ÖVP ausgeschlossen hatte, kann er sich nun "eine Zusammenarbeit" vorstellen. Landeshauptmann van Staa (Rang drei, 395 Nennungen) will zwar nach der Wahl mit allen Parteien Gespräche führen, schloss aber Verhandlungen mit Dinkhauser dezidiert aus. Von den weiteren Spitzenkandidaten positionieren sich Hannes Gschwentner, SPÖ (Rang 19, 98 Nennungen), Georg Hauser, FPÖ (Rang 23, 81 Nennungen) und Georg Willi, (Rang 29, 68 Nennungen) im Ranking.

Weitere Neueinstiege in das Top-30 Politikerranking: Fritz Neugebauer, ÖVP (Rang 16, 113 Nennungen), Josef Plank, ÖVP (Rang 21, 92 Nennungen), Werner Faymann, SPÖ (Rang 22, 87 Nennungen), Gerhard Dörfler, BZÖ (Rang 23, 81 Nennungen), Karl Blecha, SPÖ (Rang 26, 78 Nennungen), Franz Voves, SPÖ (Rang 27, 75 Nennungen), Herbert Sausgruber, ÖVP (Rang 28, 73 Nennungen) und Kurt Flecker, SPÖ (Rang 29, 68 Nennungen).

Diese Woche finden sich 13 PolitikerInnen der ÖVP und elf der SPÖ im Ranking. Das BZÖ kann sich mit zwei VertreterInnen positionieren. Grüne und FPÖ stellen jeweils einen Vertreter. Außerdem unter den Top-30: Fritz Dinkhauser vom Bürgerforum Tirol und Bundespräsident Heinz Fischer.

MediaWatch analysiert im Auftrag von APA-OTS die Präsenz österreichischer Politiker in der Berichterstattung der heimischen Tageszeitungen. Das wöchentlich aktualisierte Ranking ist über das OTS-Politikerportal http://www.politikportal.at/ kostenlos abrufbar.

JEDEN DIENSTAG - MEDIAWATCH-REPORT POLITIK

Welche politischen Themen stehen auf der Medien-Agenda? Wo liegen Österreichs Spitzenpolitiker in der medialen Berichterstattung im Vergleich zueinander? Und welche Parteien punkten mit welchen Positionen?

Trendentwicklungen, Themenkarrieren und Positionen von Österreichs Spitzenpolitikerinnen und -politkern, grafisch übersichtlich aufbereitet und auf einen Blick erfassbar: Das MediaWatch-Institut analysiert in dem umfassenden Report wöchentlich die mediale politische Kommunikation Österreichs in 16 österreichischen Tages-und Wochenzeitungen, 20 TV-Nachrichtensendungen und sieben Radio-Nachrichtensendungen.

Der kostenpflichtige MEDIAWATCH-REPORT POLITIK mit zahlreichen Grafiken und Detailinformationen kann über die Rechercheplattform APA-Online-Manager, die DeFacto-WissensWelt unter www.defacto.at/wissenswelt oder direkt bei MediaWatch unter mediawatch@apa.at bezogen werden.

Fokus - Landtagswahl Tirol

Anlässlich der Landtagswahlen in Tirol bietet der MediaWatch-Report Politik (beginnend mit 5. Mai 2008) einen zusätzlichen Analyse-Schwerpunkt.

Der MEDIAWATCH-REPORT POLITIK mit zahlreichen Grafiken und Detailinformationen kann über die Rechercheplattform APA-Online-Manager, die DeFacto-WissensWelt unter www.defacto.at/wissenswelt oder direkt bei MediaWatch unter mediawatch@apa.at bezogen werden.

Rückfragen & Kontakt:

MediaWatch Institut für Medienanalysen GmbH
Mag. Clemens Pig
Geschäftsführender Gesellschafter
Tel.: +43 512 588 959-10
E-Mail:mediawatch@apa.at
http://www.apa-mediawatch.at

APA - Austria Presse Agentur
Barbara Rauchwarter
Leitung Marketing & Kommunikation APA - Austria Presse Agentur
Tel.: +43/1/360 60-5700
E-Mail: barbara.rauchwarter@apa.at
http://www.apa.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0004