Mandak zum Vatertag: Vätern Karenz ermöglichen

Grüne fordern einkommensabhängiges Karenzgeld

Wien (OTS) - "96 Prozent der Väter gehen nicht in Karenz. Aktuelle Zahlen über den Bezug des Kinderbetreuungsgelds zeigen, dass der Anteil der Väter die es in Anspruch nehmen lediglich rund vier Prozent beträgt. Zwar wird die Kurz-Variante von Vätern deutlich besser angenommen, aber magere elf Prozent sind kein Anlass zur übertriebenen Freude", meint die Familiensprecherin der Grünen, Sabine Mandak.

"Tausende Familien können auf das Einkommen des Mannes nicht verzichten. Deshalb ist es vielen Vätern gar nicht möglich in Karenz zu gehen. Das Grüne Karenzmodell mit seinem einkommensabhängigen Karenzgeld ist die richtige Antwort auf die Frage, wie Männern das Tor zur Kinderbetreuung geöffnet werden kann", so Mandak.

Das Grüne Karenzmodell sieht ein Karenzgeld in Höhe von 80 Prozent des Einkommens für die Dauer von je acht Monaten für Mutter und Vater vor. Einen Sockel für alle von 730 Euro und ein folgendes fixes Karenzgeld von 600 Euro für weitere drei Monate für beide Elternteile. Dies würde den Anteil der Männer die in Karenz gehen deutlich steigern und dazu führen, dass es genauso üblich wäre, dass auch ein Mann für einige Monate am Arbeitsplatz ersetzt werden muss. Zudem wären Väter die Teilzeit arbeiten und entsprechende Arbeitszeiten beanspruchen wichtige Impulsgeber, um die Arbeitswelt besser an die Bedürfnisse von Familien anzupassen. Teil des Grünen Karenzmodells ist auch ein Vatermonat mit Einkommensersatz.

"Erst wenn Väter die echte Chance haben ihren Anteil an Familienarbeit zu übernehmen und diese Chance auch wahrnehmen, wird es zu wesentlichen gesellschaftlichen Veränderungen kommen. Die gerechte Aufteilung von Familien- und Erwerbsarbeit zwischen Männern und Frauen ist nicht nur ein Schlüssel für die Gleichstellung der Geschlechter, sondern auch für die Zufriedenheit der Familien", ist Mandak überzeugt.

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