Gesetzeslücke erlaubt Ehe zwischen gleichgeschlechtlichen Paaren in Griechenland

Bürgermeister von Tilos traut (sich) als Erster

Wien (SK) - "Der Bürgermeister der kleinen Insel Tilos, Anastasios Aliferis, traute am vergangenen Dienstag - trotz heftigen Widerstands des Justizministers und des Staatsanwalts von Athen - zwei Männer und zwei Frauen. Grund dafür ist ein Gesetz von 1982, das die Eheschließung "zwischen zwei Menschen" erlaubt und nicht zwischen Mann und Frau unterscheidet", zeigt sich Peter Traschkowitsch, Bundesvorsitzender der SoHo (Sozialdemokratie und Homosexualität) am Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst begeistert. ****

"Der Mut des Bürgermeisters und der beiden Paare ist auch deshalb so hoch zu schätzen, weil diese Trauung trotz großer Angst vor religiösen Fanatikern stattgefunden hat. Außerdem hat nun auch das juristische Tauziehen begonnen. Dem Bürgermeister droht nun gar ein Amtsenthebungsverfahren", erklärt Traschkowitsch weiter.

"Hauptgegner von lesbischwulen Anliegen ist die griechisch orthodoxe Staatskirche, die selbst Angst um ihre Existenz hat und daher jeglichen Versuch von Verbesserung für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender-Personen als Angriff wertet. Wenn eine Kirche selbst heterosexuelle Paare die nur zivil getraut sind als 'Huren' und deren Kinder als 'Bastarde' bezeichnet, verwundert diese Reaktion der Staatskirche nicht. Die griechische Gesellschaft selbst akzeptiert glücklicherweise lesbischwule Lebensweisen. Auch die Politik in Griechenland ist aufgerufen, offen gegen die diskriminierenden Äußerungen der Kirche aufzutreten", schloss Traschkowitsch. (Schluss) up/mm

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