Bures zum Vatertag: Geben wir den "neuen Vätern" eine Chance

Papamonat als Einstieg in die "aktive Vaterschaft"

Wien (OTS) - Frauenministerin Doris Bures sieht "die neuen Väter
im Vormarsch". Die Rolle der jungen Väter habe sich stark verändert:
"Wäre es für meinen Vater noch unvorstellbar gewesen, bei meiner Geburt dabei zu sein, sind heute neun von zehn Vätern bei der Geburt ihres Kindes dabei." Außerdem sagt heute laut einer Studie des Instituts für Kinderrechte und Elternbildung jeder zweite Vater über sich, ganz bewusst ein aktiver Vater sein zu wollen.

"Dieses beginnende Aufbrechen der Rollenbilder muss die Politik unterstützen", sagt Bures und plädiert für "einen nächsten Schritt in Richtung mehr Väterbeteiligung". Nach der Flexibilisierung des Kindergeldes müsse nun das Papa-Monat folgen: "Geben wir den ‚neuen Vätern’ eine Chance", sagt Bures, "das Papamonat stärkt von Anfang an die Bindung zwischen Vater und Kind und könnte damit für viele Väter der Einstieg in eine aktive Vaterschaft werden".

Für Bures ist das flexible Kindergeld ein Beweis dafür, dass mehr Väter gerne einige Zeit bei ihren Kindern bleiben wollen: "Das ist aber oft eine Frage des Geldes", so Bures, "viele Familien können es sich schlicht und einfach nicht leisten, dass der Vater zuhause bleibt." Daher sei es auch so wichtig gewesen, das Kindergeld flexibler zu gestalten und einen höheren Bezug bei kürzerer Dauer zu ermöglichen. "Hier zeigt sich schon Wirkung: In der Kurzzeitvariante gibt es bereits einen Väteranteil von 11 Prozent, während in der Langzeitvariante nur 3,5 Prozent Männer vertreten sind."

Außerdem sei es auch ganz wichtig, dass die Unternehmen mehr Verständnis für Väterkarenz aufbringen. Hier gelte es, Bewusstseinsarbeit zu leisten. Bures: "Die Unternehmen profitieren ja auch davon, wenn ihre Mitarbeiter sich Zeit für die Betreuung ihrer Kinder nehmen und damit auch für die Wirtschaft wertvolle soziale Kompetenzen erwerben. Gleichzeitig bedeutet die Unterstützung der Väter auch eine Erleichterung bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie für die Mütter. Und das kommt wiederum den Betrieben zu Gute, wenn Frauen früher wieder in ihren Beruf zurückkehren können."

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