Amon begrüßt Weiterentwicklung bei Jugendbeschäftigungspaket und hofft auf mehr Lehrverträge

ÖVP-Sozialsprecher: Alle zwei Jahre ist Bericht des Wirtschafts- und Arbeitsministers über Situation der dualen Ausbildung vorgesehen

Wien (ÖVP-PK) - Das gestern im Nationalrat beschlossene Jugendbeschäftigungspaket geht auf eine Einigung der Sozialpartner zurück. Es wurden dabei im Wesentlichen jene Punkte besprochen, die sich jetzt darin befinden. Durch die Einführung des Blum-Bonus ist es schon in der letzten Legislaturperiode gelungen, einen "Turn-around" am ‚Ausbildungsmarkt’ im Bereich Lehrlinge zu schaffen, um wieder mehr Lehrverträge abzuschließen. Das ist zweifelsohne eine gute und wichtige Maßnahme gewesen. Dass man diese nun weiter entwickelt, ist gut und zu begrüßen. Das sagte heute, Freitag, ÖVP-Sozialsprecher Werner Amon anlässlich des gestrigen Beschlusses des Jugendbeschäftigungspaketes. im Nationalrat ****

Das Jugendbeschäftigungspaket 2008 verfolgt vor allem folgende Ziele:
Die Förderung betrieblicher Lehrstellen soll konsequent an der Ausbildungsqualität orientiert werden, und allen Jugendlichen, die keine betriebliche Lehrstelle finden können, soll die Absolvierung einer überbetrieblichen Lehrausbildung durchgehend bis zum Lehrabschluss garantiert werden.

Ein Punkt, den er, Amon, bei den Verhandlungen durchaus kritisch betrachtet hatte, war die erweiterte Möglichkeit für Firmen, Lehrverträge vorzeitig aufzulösen. Amon wies darauf hin, dass es jetzt bereits im Berufsausbildungsgesetz eine Fülle von Möglichkeiten gebe, Lehrverträge aufzulösen. Nur 39 Prozent werden in der Probezeit aufgelöst; über 60 Prozent später. "Ich bin aber der festen Überzeugung, dass die Sozialpartner diese Entscheidung im guten Glauben getroffen haben, dass die erhöhte Flexibilität ein Mehr an Lehrverträgen bringt. Um hier keine negativen Überraschungen zu erleben, wurde ein neuer Paragraf eingefügt, der alle zwei Jahre einen Bericht des Bundesministers für Wirtschaft und Arbeit vorsieht, um diese Fragen genau zu betrachten", erläuterte der ÖVP-Sozialsprecher, der gemeinsam mit der SPÖ einen diesbezüglichen Entschließungsantrag dazu einbrachte. Aus dem Bericht soll ersichtlich sein, wie sich die im Berichtszeitraum ergriffenen Maßnahmen auf die Entwicklung der dualen Berufsausbildung auswirken, insbesondere ob und inwieweit es zu einer Veränderung der Zahl der in Ausbildung befindlichen Jugendlichen einschließlich jener, die sich in überbetrieblichen Ausbildungseinrichtungen befinden und der verfügbaren Lehrstellen, einer quantitativen und qualitativen Erweiterung der beruflichen Erstausbildung sowie einer Verbesserung der beruflichen Perspektiven der Jugendlichen gekommen ist, wie sich die Zahl und die Qualität der überbetrieblichen Ausbildungseinrichtungen und der Fachkräftebedarf der österreichischen Unternehmen entwickelt hat. Weiters ist die Anzahl der nach einem Mediationsverfahren außerordentlich aufgelösten Lehrverhältnisse anzugeben", erläuterte Amon abschließend. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
Tel. 01/40110/4432
http://www.oevpklub.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPK0001