Posch: Diskriminierung von Frauen auch amtlich bestätigt

ÖVP-Frauen fordern die gerechte Teilhabe – auch an Rektorenposten der Universitäten

Wien, 06. Juni 2008 (ÖVP-PD) „Immer wieder wird Frauen vorgeworfen, unter einem nahezu neurotischen Verfolgungswahn zu leiden“, stellt die Generalsekretärin der ÖVP-Frauen, Monika Posch, fest. In Wirklichkeit gäbe es ja gar keine Diskriminierung, außerdem würden sich Frauen für Führungspositionen gar nicht bewerben, wären also selber Schuld, wenn sie nicht zum Zuge kämen. „Am Ende ginge es doch gar nicht um eine Geschlechterfrage, das würden Frauen doch auch nicht wollen, nur wegen ihres Geschlechtes vorgezogen werden, wird dann immer wieder von Männern in die Diskussion geworfen“. weiß Posch. „Dass von vorgezogen gar keine Rede sein kann, zeigt sich dieser Tage wieder mehr als deutlich und zwar oberhalb der gläsernen Decke.“ ****

Schon seit längerem kämpfen österreichische Wissenschaftlerinnen um die Posten von Uni-Rektorinnen und werden von Männern immer wieder grob diskriminierend aus dem Rennen gekippt. Jüngstes Beispiel dafür ist die Uni Krems, wo sich Ada Pellert lange und zäh – und leider erfolglos – zu behaupten versuchte.

„Und dann behaupten männliche Seilschaften, das habe ja alles sachliche Gründe und nichts mit Diskriminierung zu tun“, kritisiert die Generalsekretärin. Dass auch an den österreichischen Universitäten Frauen diskriminiert werden, wenn es um Führungspositionen geht ist jetzt amtlich: Im Fall von Clémentine Deliss, Bewerbung als Rektorin der Akademie der Bildenden Künste, entschied die Gleichbehandlungskommission des Bundes, dass die Kandidatin sehr wohl aufgrund des Geschlechtes diskriminiert wurde.

„Die Qualifikationen bringen Frauen mit, viele Männer sind nur nach wie vor nicht bereit, das anzuerkennen und Frauen die gerechte Teilhabe an allen Lebensbereichen zuzubilligen. Traurig, dass das noch immer eingeklagt werden muss. Die ÖVP-Frauen werden auch weiterhin mit aller Energie dafür eintreten, dass sich das ändert“, erklärt Monika Posch abschließend.

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