Globalisierung eröffnet dem Berufsbild Spediteur ständig neue Möglichkeiten

Salcher: "Viele Chefs aus der Branche haben als Speditionslehrling den Grundstein für ihre Karriere gelegt"

Wien (PWK441) - "Spedition und Logistik" ist eine der wichtigsten Zukunftsbranchen der heimischen Wirtschaft. In Österreich arbeiten derzeit rund 200.000 Personen dafür, dass Güterströme global fließen.

Wie Hans-Dieter Salcher, Sprecher der Logistiker in der WKÖ hervorhebt, eröffnen sich durch die Globalisierung laufend neue Tätigkeitsfelder. Der Spediteur sorgt dabei für die optimale Verteilung der Waren. "Er kann von und nach jedem Punkt der Erde Transporte organisieren und nutzt dabei alle Möglichkeiten einer wirtschaftlich vernünftigen Transportabwicklung. Sein Know How ist hochqualifiziert, seine oft auch persönlichen Verbindungen und Kontakte sind weltweit: Deshalb sind für diesen Beruf gute Fremdsprachenkenntnisse unerlässlich", beschreibt Salcher das Berufsbild.

Der Spediteur wählt die jeweils günstigsten Verkehrswege und schließt mit Eisenbahn, Straßentransport-, Luftfahrtunternehmungen und Reedereien Beförderungsverträge ab. Er organisiert, kalkuliert und entscheidet. Dafür braucht er eine gründliche, vielseitige Ausbildung und die Bereitschaft, aus der täglichen Erfahrung weiterzulernen.

Speditionskaufleute sind hochqualifizierte und dementsprechend gut bezahlte Fachkräfte. Ob als Angestellter oder Selbständiger, die Ausbildung gewährleistet vielfältige Aufstiegschancen. "Einige Generaldirektoren der größten österreichischen Speditionsbetriebe haben selbst als Lehrling ihre Berufslaufbahn begonnen", berichtet Salcher in diesem Zusammenhang. Die Lehrzeit beträgt drei Jahre, wobei eine Matura an den AHS ein Jahr der dreijährigen Lehrzeit ersetzt. Neben der Praxis im Betrieb ist der Besuch der Speditionsberufsschule vorgeschrieben (entweder in Wien, Längenfeldgasse 11-13, 1120 Wien, in der Steiermark in Mitterdorf oder in Oberösterreich in Braunau).

Seit Herbst 2004 wird die Qualifikation zum "Speditionslogistiker" bzw. zur "Speditionslogistikerin" angeboten. Die Qualifikation kann im Rahmen einer selbständigen kompletten Lehre oder als Höherqualifizierung nach der Lehre als "Speditionskaufmann/-frau" erworben werden. "Im Unterschied zum Speditionskaufmann, bei dem das Hauptaugenmerk auf dem internationalen Transportwesen liegt, sehen wir den Speditionslogistiker vor allem als Partner der heimischen Wirtschaft. Der Speditionslogistiker plant für Unternehmen den kompletten Logistik-Prozess und wickelt diesen auch ab", erklärt dazu der Obmann der Bundessparte Transport und Verkehr, Komm.Rat Harald Bollmann, selber ein erfahrener Spediteur.

754 Speditionskaufleute sowie 74 Speditionslogistiker befanden sich Ende 2007 in Ausbildung. Mit knapp 40 Prozent sind in beiden Lehren die Frauen erfreulich gut vertreten. (hp)

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