Mehr Schutz für Kinder vor Ausbeutung statt Kriminalisierung!

Defizite bei Kinder- handel, -prostitution, -pornographie

Wien (OTS) - Österreichische Nicht-Regierungsorganisationen präsentieren am 9. Juni beim UN-Kinderrechtskomitee in Genf ihren Schattenbericht zum Staatenbericht der Österreichischen Regierung über die Umsetzung des Zusatzabkommens zur UN-Kinderrechtskonvention betreffend den Verkauf von Kindern, Kinderprostitution und Kinderpornographie.

Umfassende Erhebung und Analyse von Daten notwendig:

Der vorliegende Regierungsbericht enthält keine Angaben über das Ausmaß der im Zusatzabkommen behandelten Ausbeutungsformen.

Koordiniertes Vorgehen bei der Identifizierung und Betreuung von Opfern:

Klare Zuständigkeiten und Abläufe in der Betreuung von Betroffenen von Kinderhandel und Kinderprostitution müssen auch in Österreich umgesetzt werden. Ausreichend spezialisierte Einrichtungen werden dringend benötigt.

Stopp der Kriminalisierung von Kindern und Jugendlichen:

Jugendliche, die in der Prostitution kommerziell sexuell ausgebeutet werden, haben nach wie vor mit hohen Verwaltungsstrafen zu kämpfen. Auch Betroffene von Kinderhandel, die zu kriminellen Handlungen wie etwa Taschendiebstählen angestiftet werden, sollen nicht als TäterInnen behandelt werden.

Koordination Schattenbericht:

ECPAT Österreich mit dem ECPAT Österreich Jugendbeirat gemeinsam mit folgenden Organisationen: Don Bosco Flüchtlingswerk Austria, Stopline, Volkshilfe Wien-SOPHIE, Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte, UNICEF Österreich, den Autorinnen des Buches "Auf dem Strich: Mädchenprostitution in Wien".

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Astrid Winkler - Tel. 0043 699 11 200 397
Marion Kreissl - Tel. 0043 676 38 73 772, info@ecpat.at

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