NEWS veröffentlicht Verschlussakt des BVT zur Russen-Spionageaffäre.

Spion Vozhzhov wollte für 100.000 Dollar falsches Gutachten im Fall des vergifteten ukrainischen Präsidenten - Montag Prozessbeginn gegen deutschen Mittäter.

Wien (OTS) - Das Nachrichtenmagazin NEWS veröffentlicht in seiner am Donnerstag erscheinenden Ausgabe den unter Verschluss gehaltenen Akt 70231/9-II/BVT/2/2003 des Bundesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT), in dem es um russische Spionage in Österreich geht.

In Zentrum des Dossiers steht der russische Spion Vladimir Vozhzhov, 51, der im Juni 2007 in Salzburg verhaftet und zwischenzeitig wegen diplomatischer Immunität nach Russland ausreisen durfte. Neben Vozhzhov wurde auch noch die Tätigkeit eines zweiten russischen Spions namens Michail Michailowitsch Vladimir, 49, dokumentiert.

Vozhzhov versuchte demnach nicht nur an Informationen über neu entwickelte Hubschrauber vom Typ "Tiger" und "NH-90" zu kommen. Laut Akt des BVT hat Vozhzhov im Jahr 2004 auch 100.000 US-Dollar geboten, wenn ein ärztliches Gutachten über den damals im Rudolfinerhaus in Wien behandelten ukrainischen Staatspräsidenten Wiktor Juschtschenko ergebe, dass dieser "nicht Opfer eines Giftanschlages" geworden sei.

Am Montag beginnt in München der Prozess gegen den ehemaligen Eurocopter- Programmleiter Franz Werner G., der Informants Vozhzhovs war. G. hatte im Mai 2007 die Seiten gewechselt, sich Beamten des deutschen Bundeskriminalamtes anvertraut, den Lockvogel gespielt und dadurch die Verhaftung Vozhzhovs ermöglicht.

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