Schultes: Arbeiterkammer fällt Milchbauern brutal in den Rücken

Wien (ÖVP-PK) - Empört reagiert ÖVP-Abg. Hermann Schultes auf die Aufforderung der Arbeiterkammer, die "Wettbewerbsbehörde solle die Milchpreisverhandlungen untersuchen". "Viele Milchbauern sehen ihre Existenz bei einer neuerlichen Abwärtsspirale des Milchpreises gefährdet", betonte Schultes heute, Dienstag. ****

Die Einschaltung der Wettbewerbsbehörde wäre in Zusammenhang mit der marktbeherrschenden Stellung der OMV angebracht, die angesichts des steigenden Ölpreises unverhoffte, explodierende Gewinne nur allein durch den Preisanstieg von in Österreich gefördertem Erdöl und Erdgas schreiben. Österreichische Arbeitsplätze profitieren kaum von diesem Umstand, dass die österreichischen Bodenschätze nun "plötzlich" teurer an die Menschen verkauft werden können, unterstrich Schultes.

In Österreich ist Milch ein höchst qualitatives, sensibles Qualitätsprodukt, das vielfach in benachteiligtem Gebiet erzeugt wird. Die bäuerlichen Forderungen nach einem Milchpreis, welcher der kleinst strukturierten, österreichischen Landwirtschaft gerecht wird, ist hierbei mehr als angebracht. Dass man hier unter dem Deckmantel "Wettbewerbsbehörde" in bauernfeindlicher Art und Weise kostendeckende Milchpreise für fleißige Bäuerinnen und Bauern verhindern will, zeigt den Charakter der Arbeiterkammer sehr deutlich, so Schultes.

Die Landwirtschaftskammer und ihre vom Bauernbund gestellten Funktionäre werden jedenfalls weiter die Fakten aufzeigen, die notwendigen Gespräche mit Handel, Großkunden, Verarbeitern und Molkereien führen, und für eine gerechte Abgeltung landwirtschaftlicher Produkte und insbesondere des Milchpreises kämpfen, kündigte Schultes an. "Der österreichische Erfolg basiert auf vielfältigen Aktivitäten wie auf unseren außergewöhnlichen Qualitäten und Hygienestandards, auf GVO freier Fütterung, biologischer Wirtschaftsweise, und Premium-Regionalprogrammen. Das alles führt zu einer Milchpreisstabilisierung, die deutlich über dem Niveau Deutschlands liegt und zur Existenzsicherung unserer Milchbauern beiträgt. Weitere Preiserhöhungen sind bei steigenden Kosten auch den Befürwortern des liberalen Wettbewerbs in der Arbeiterkammer zumutbar."
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